Ludwigshafen: 15-Kilometer-Regel wird nicht eingeführt – Große Impfbereitschaft

In der Stadt Ludwigshafen gibt es keine Überlegungen, wegen der hohen Inzidenz-Werte die sogenannte 15-Kilometer-Regel zu erlassen. Das sagte der Beigeordnete Andreas Schwarz in einer Video-Pressekonferenz. Diese Regel besagt, dass sich die Bürger nur in einem Radius von 15 Kilometern um die Stadt bewegen dürfen. In Worms gilt eine entsprechende Verordnung seit gestern. Schwarz begründete den Verzicht darauf damit, dass es in Ludwigshafen zwar viele Berufspendler gebe. Im privaten Bereich sei die Mobilität aber deutlich geringer. Die Regel würde deshalb dem Infektionsgeschehen nicht entgegenwirken. Aktuell weist Ludwigshafen mit 239,2 nach Worms die zweithöchste Inzidenz in Rheinland-Pfalz auf.

Die Verantwortlichen der Stadt stellen unterdessen eine große Impfbereitschaft unter den Ludwigshafenern fest. Im Impfzentrum in der Walzmühle werde morgen die tausendste Person geimpft. Die Kapazitäten seien bis zum 4. Februar ausgebucht. Die mobilen Impfteams in den Alten- und Pflegeheimen hätten inzwischen sogar bereits 1454 Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtungen geimpft. Über Nebenwirkungen sei bislang in keinem einzigen Fall berichtet worden, heisst es.

Ordnungsamts-Chef Martin Graf berichtete, dass inzwischen mehr als 3000 Bußgelder wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen verhängt worden seien. Allein 2500 gelten demnach der nicht beachteten Maskenpflicht und etwa 300 der Ausgangssperre. In 134 Fällen seien Quarantäne-Auflagen missachtet worden. (mho)