Ludwigshafen: 80 000 Euro Spenden für Opfer der Gasexplosion

Für die Opfer der Gasexplosion von Ludwigshafen sind bislang fast 80 000 Euro an Spenden eingegangen. Das sagte der Ortsvorsteher des Stadtteils Oppau, Udo Scheuermann (SPD), auf Anfrage. Er werde sich nun mit Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) und  Vertretern des Unternehmens Gascade zusammensetzen, um zu beraten, wie das Geld verteilt werden solle. Gascade hatte die Arbeiten an der Gasleitung in Auftrag gegeben, bei deren Explosion am 23. Oktober ein Mensch starb. 23 weitere wurden verletzt, einer davon so schwer, dass er Wochen später seinen Verletzungen erlag. Zahlreiche Häuser wurden so schwer beschädigt, dass die Bewohner vorübergehend anderweitig unterkommen müssen. Nach Scheuermanns Ansicht könnten mit dem Geld Schäden ersetzt werden, für die die Versicherungen aus unterschiedlichen Gründen nicht aufkommen. Denkbar sei zum Beispiel, Besitzern von beschädigten Autos jene Beträge zu ersetzen, die die Versicherung nicht erstatte, weil sie unter die Selbstbeteiligung fielen. In den ersten zwölf Tagen nach dem Unglück gingen bei Gascade etwa 1000 Schadensmeldungen ein, von denen mehr als 80 Prozent Autos betrafen. Meist ging es um Verschmutzungen mit aufgewirbeltem Quarzsand. Gascade übernahm nach eigenen Angaben vorerst die Kosten. (dpa/lrs)