Ludwigshafen: Achille Mbembe nimmt Bloch-Preis entgegen

Der aus Kamerun stammende Historiker und Politikwissenschaftler Achille Mbembe nahm am Abend in Ludwigshafen den Ernst-Bloch-Preis entgegen. Er ist der 12. Preisträger der seit 1985 alle drei Jahre verliehenen Auszeichnung, die mit 10 000 Euro Preisgeld verbunden ist. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck würdigte Mbembe als einen der wichtigsten Denker und Intellektuellen des afrikanischen Kontinents. Er setze sich konsequent für gleichberechtigte Individuen in Zeiten der Globalisierung ein und streite für eine humane Welt im Sinne Ernst Blochs. Der 61jährige Wissenschaftler lehrt an der Universität im südafrikanischen Johannesburg. Er zeigte sich von der Preisverleihung überrascht und hoch erfreut. Bloch beeinflusse sein Werk, sagte Achille Mbembe im RNF-Interview. Den mit 2500 Euro dotierten Förderpreis nahm der 41jährige Publizist Maximilian Probst entgegen. „Probst denkt präzise und schreibt engagiert“, würdigte Steinruck bei der Preisverleihung. In seiner Dankes-Ansprache übertrug der Hamburger Blochsches Gedankengut auf weltweite ökologische Missstände. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt im Ernst-Bloch-Zentrum in der Walzmühle von der Violinistin Monika Sommer-Bloch. Sie ist die Schwiegertochter Ernst Blochs und spannte mit ihrer Teilnahme den Bogen zur Familie des in Ludwigshafen geborenen Philosophen. Über die Preisverleihung berichten wir am Freitag in RNF-Life. (mho)