Ludwigshafen: Ammoniak-Austritt im Eisstadion

Aktuell kommt es auf dem Gelände des Eisstadions in der Saarlandstraße zu einem Austritt von Ammoniak. Die Stadt Ludwigshafen rät Anwohnern im Umkreis von 1.000 Metern Fenster und Türen verschlossen zu halten. Bürger und Bürgerinnen werden aufgefordert sich nicht im Freien aufzuhalten. Feuerwehr und Polizei sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. Einsatzkräfte führen notwendige Absperrungen durch. Der öffentliche Personennahverkehr (Busse und Bahnen) sei eingestellt, die betroffene Kita gewarnt worden und das Hallenbad Süd werde geräumt. (sab)

 

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Am Nachmittag schrillten in Ludwigshafen erneut die Sirenen. Weil auf dem Gelände des alten Eisstadions in Mundenheim bei Wartungsarbeiten Ammoniak austrat, kam es zu einem erneuten Großeinsatz. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand. Messungen der Feuerwehr ergaben eine erhöhte Konzentration der Chemikalie. Die Stadt warnte ihre Bürger über die Apps Katwarn und Nina. Im Umkreis von 1000 Metern sollen Anwohner ihre Wohnungen nicht verlassen und Fenster und Türen geschlossen halten. Die Saarlandstraße wurde weiträumig abgesperrt – der Straßenbahnverkehr eingestellt. Ammoniak reizt Augen sowie Atmungsorgane und wirkt giftig, wenn es eingeatmet wird. Der Ammoniaktank wurde abgeschiebert, dennoch trat weiter Ammoniak aus, das sich noch in den Leitungen befand. Das Hallenbad Süd und die Leichtathletikhalle wurden nach Feuerwehrangaben geräumt und die Kindertagesstätte in der Von-Weber-Straße wurde gesondert informiert. Auch für Mannheimer Stadtteile hat das Bundesamt für Katastrophenschutz Warnungen vor giftigem Niederschlag herausgegeben. (mj)