Ludwigshafen: Angeklagter will sich im Prozess um BASF-Unglück äußern

Im Prozess um die Gasexplosion auf dem Gelände des Chemieunternehmens BASF 2016 mit fünf Toten wird morgen eine Aussage des Angeklagten erwartet. Die Verhandlung läuft seit Anfang Februar vor dem Landgericht in Frankenthal. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 63 Jahre alten Mann vor, bei Schweißarbeiten eine falsche Leitung angeschnitten zu haben. Dies habe das Unglück auf dem Werksareal in Ludwigshafen verursacht. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung sowie Körperverletzung und fahrlässiges Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. Der aus Bosnien-Herzigowina stammende Angeklagte hatte bei einer Vernehmung vor Prozessbeginn gesagt, er bedaure den Vorfall, könne sich aber nicht an den genauen Hergang erinnern. Rechtsexperten halten ein sogenanntes Augenblicksversagen («Blackout») für möglich. Bei dem Unfall oder als Folge davon kamen vier Mitarbeiter der Werkfeuerwehr und ein Matrose eines Tankmotorschiffs ums Leben. 44 Menschen wurden verletzt. Der Prozess läuft vermutlich bis Ende Juni. dpa/feh