Ludwigshafen: Angeschlagener DRK-Kreisverband ist zuversichtlich

Der finanziell angeschlagene DRK-Kreisverband Vorderpfalz ist zuversichtlich, seine 204 Stellen in Ludwigshafen, Neustadt, Frankenthal und Speyer erhalten zu können. Der Verband habe sich bei der ambulanten Pflege neu aufstellen können und die Zahl der zu Hause betreuten Pflegebedürftigen im Vergleich zum Januar um fünf Prozent gesteigert, teilte der Verband am Freitag in Ludwigshafen mit. „Dieses Wachstum ermöglicht es uns, weiteres
Personal in diesem Bereich einzustellen.“ Der Verband, der in verschiedenen Einrichtungen mehr als 2700 Menschen betreut, hatte im Januar wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Gläubigerschutz beantragt. Seitdem wurde er in Eigenregie fortgeführt, unterstützt von einem Sanierungsexperten als Generalbevollmächtigem und unter gerichtlicher Aufsicht eines Rechtsanwalts als Sachwalter. Laut Verband hat das Amtsgericht Ludwigshafen beschlossen, dass Betrieb und Sanierung in dieser Form weitergehen sollen. Als Ursache der Schieflage galt ein 2011 in Ludwigshafen eröffnetes Patientenhotel, das Ende März geschlossen wurde. Den 27 Mitarbeitern wurde gekündigt. Zwei wurden in andere Bereiche übernommen. (dpa/lrs)