Ludwigshafen: BASF bekennt sich zum Standort – Bis Ende 2025 keine betriebsbedingten Kündigungen

Konzernleitung und Arbeitnehmervertretungen des Chemieunternehmens BASF haben für rund 34 000 Beschäftigte im Stammwerk Ludwigshafen eine neue Standortvereinbarung unterzeichnet. BASF verzichtet für die Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 auf betriebsbedingte Kündigungen, zudem sollen jährlich durchschnittlich mindestens 1,5 Milliarden Euro in den Standort investiert werden, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Es gehe um „gelebte Sozialpartnerschaft in schwierigen Zeiten“, sagte BASF-Vorstand Michael Heinz mit Verweis auf die Corona-Krise. Der Betriebsrat begrüßte den Schritt. „Gerade angesichts der derzeitigen Krisensituation ist der vorzeitige Abschluss der Standortvereinbarung ein starkes, positives Signal an die Belegschaft und für die Region“, sagte der Vorsitzende Sinischa Horvat. Die derzeitige Vereinbarung wäre Ende 2020 ausgelaufen. Dort waren jährlich 1,2 Milliarden Euro an Investitionen verankert. Die Corona-Krise hatte BASF im ersten Quartal die Bilanz verhagelt.  Unter dem Strich blieb ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von 885 Millionen Euro – 37 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der weltgrößte Chemiekonzern vor wenigen Tagen mitgeteilt hatte. Den erst Ende Februar veröffentlichten Ausblick für 2020 strich BASF wieder. Angesichts der Pandemie ließen sich aktuell keine konkreten Aussagen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung treffen, hieß es. (dpa/asc)