Ludwigshafen: BASF bleibt nach gekappter Jahresprognose pessimistisch

Der Chemiekonzern BASF rechnet mit anhaltend schwierigen Zeiten. „Die weltweiten Risiken haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen“, sagte Vorstandschef Martin Brudermüller am Unternehmensstandort Ludwigshafen. Sie seien getrieben von geopolitischen Entwicklungen und den andauernden Streitigkeiten zwischen den USA und ihren Handelspartnern. „Diese Konflikte werden zeitnah nicht gelöst werden und verursachen eine spürbare Verlangsamung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums weltweit, besonders in China“, betonte Brudermüller bei der Bekanntgabe der Konzernbilanz für das zweite Quartal. BASF hatte bereits Anfang Juli vorläufige Zahlen für das laufende Jahr vorgelegt und die Jahresprognose wegen der Autoflaute und des Zollstreits zwischen den USA und China kräftig zusammengestrichen. Im zweiten Quartal ging der Umsatz des Unternehmens gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres um vier Prozent auf 15,2 Milliarden Euro zurück. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) hat sich mit eine Milliarde Euro fast halbiert. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter erhöhte sich der Gewinn nur dank eines Buchgewinns von 1,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf 6,5 Milliarden Euro. (lrs/mj)