Ludwigshafen: BASF legt neues Sparprogramm auf

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF will in den kommenden Jahren mehr verdienen und legt dazu unter anderem ein Sparprogramm auf. Neben dem weiteren Ausbau des China-Geschäfts sind auch effizientere Anlagen und Kostensenkungen geplant. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll so jährlich um drei bis fünf Prozent steigen, teilte das Dax-Unternehmen in Ludwigshafen mit. Der BASF-Vorstandsvorsitzende Martin Brudermüller erläutert den Strategie-Kurs des Unternehmens am Vormittag in einer Pressekonferenz. RNF überträgt live. Nach Angaben des Unternehmens sei das Ergebnis seit 2012 im Schnitt bereits um acht Prozent gewachsen und habe damit über der jährlichen Steigerung der weltweiten Chemieproduktion gelegen. Das neue Sparprogramm soll ab Ende 2021 jährlich zwei Milliarden Euro zum Ebitda beisteuern. Es betrifft Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung sowie die Digitalisierungs- und Automatisierungsaktivitäten. Zudem will der Konzern sein China-Geschäft erweitern. Das Land ist laut BASF mit einem Anteil von über 40 Prozent der größte Chemiemarkt
der Welt. „Bis 2030 wird der Anteil Chinas auf knapp 50 Prozent wachsen, und wir wollen daran partizipieren“, sagte Vorstandschef Martin Brudermüller. (mho/dpa)