Ludwigshafen: BASF senkt Ausblick auf das Gesamtjahr 2019 deutlich – Im zweiten Quartal 47 Prozent weniger Ertrag als im Vorjahr

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF hat seine Prognose für das Gesamtjahr deutlich gesenkt. Es setzt bei seiner wichtigsten Kennziffer, dem EBIT vor Sondereinflüssen, den Wert für das Gesamtjahr 2019 jetzt bei 30 Prozent unter dem Vorjahreswert an. Bisher war von einem leichten Anstieg des EBIT vor Sondereinflüssen in einer Größenordnung von einem bis zehn Prozent die Rede. Ebenso erwartet der Konzern jetzt einen leichten Rückgang des Umsatzes.

Grund für die nun deutlich schwächere Einschätzung sind die Zahlen des zweiten Quartals, die das Unternehmen ebenfalls am Abend veröffentlichte: Demnach blieb das EBIT vor Sondereinflüssen um 47 Prozent hinter dem Vorjahresquartal zurück. Es lag bei nur noch 1,0 Milliarden Euro nach gut zwei Milliarden Euro zur gleichen Zeit 2018. Als Grund sieht die BASF laut ihrer Mitteilung eine deutlich schwächer als erwartete globale Industrieproduktion. In diesem Umfeld seien Mengen und Margen nicht zu halten gewesen.

Einbußen beim Wachstum bescherte vor allem die Automobilindustrie: Die weltweite Produktion ging laut BASF im ersten Halbjahr um 6 Prozent zurück; in China, dem größten Automobilmarkt der Welt, gar um 13 Prozent.

Auch mit Agrarprodukten konnte BASF nicht punkten: Schwierige Witterungsverhältnisse vermiesten dem Chemiekonzern in Nordamerika das Geschäft – die Landwirte kauften weniger Pflanzenschutzmittel. Unsicherheit besteht in der Landwirtschaft der USA auch wegen der noch immer schwelenden Handelskonflikte zwischen Amerika und China.

Alle Maßnahmen zum Portfoliomanagement und zur Kostensenkung setze BASF konsequent um, heißt es in der Mitteilung. Das so genannte Exzellenzprogramm soll ab Ende 2021 einen positiven Beitrag von zwei Milliarden Euro jährlich liefern. BASF bestätigte die erst jüngst kommunizierten Pläne, bis Ende 2021 insgesamt 6.000 Stellen abbauen zu wollen. (rk)

Mehr Information: Pressemitteilung BASF