Ludwigshafen: Beratungsstelle für traumatisierte Flüchtlinge und Folteropfer

Flüchtlinge, die gefoltert wurden oder andere besonders belastende Erfahrungen gemacht haben, können nun auch im Süden von Rheinland-Pfalz Hilfe von einer Spezialeinrichtung bekommen. In Ludwigshafen hat das Psychosoziale Zentrum (PSZ) Pfalz seine Arbeit aufgenommen, wie der Träger, das Diakonische Werk Pfalz, am Donnerstag mitteilte. Bislang existieren laut Diakonie nur im Norden und Westen von Rheinland-Pfalz solche Zentren, und zwar in Altenkirchen, Mayen und Trier. Ein weiteres soll es in Mainz geben.

Das PSZ, das mit einem Psychologen und einem Sozialpädagogen besetzt ist, soll Beratungsstelle für besonders schutzbedürftige undtraumatisierte Flüchtlinge sein. Dazu zählen Opfer von Folter und
Gewalt sowie schwer psychisch oder körperlich kranke Menschen. Die Beratung ist kostenfrei und unterliegt der Schweigepflicht. Betroffene würden unabhängig von ihrer Nationalität, ihrem Aufenthaltsstatus sowie politischer, ethnischer, religiöser oder sonstiger Zugehörigkeiten beraten, kündigte die Diakonie an. „Das PSZ-Pfalz ist dem Menschen verpflichtet und orientiert sich in seiner
Unterstützung an den Bedürfnissen der Betroffenen im Rahmen des Grundgesetzes und der Menschenrechte“, sagte der Landespfarrer für Diakonie, Albrecht Bähr. (dpa/lrs)