Ludwigshafen: Die BASF und der Fusions-Poker

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF wird sich Kreisen zufolge möglicherweise nicht kampflos vom globalen Chemiethron stürzen lassen. Der deutsche Konzern denke vor dem Hintergrund der geplanten Fusion der beiden US-Chemieriesen Dupont und Dow Chemical über ein Gegenangebot für DuPont nach, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Im Dezember hatten die US-Konzerne ihre Pläne für einen Zusammenschluss verkündet, mit dem zunächst der weltweit größte Chemiekonzern entstehen würde. Nach dem Zusammengehen soll der Konzern dann in drei einzelne und jeweils börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufgespalten werden. BASF arbeite mit Beratern und finanzierenden Banken zusammen, um den Wert eines Gegenangebotes zu untersuchen, hieß es in den Kreisen weiter. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden. Auch habe es bisher keine formale Annäherung an DuPont gegeben. Eine BASF-Sprecherin wollte dem Bericht zufolge keinen Kommentar abgeben. Bei DuPont-Anlegern sorgte die Nachricht dennoch schon einmal für gute Laune. Im nachbörslichen Handel legte der Aktienkurs des Chemieriesen um mehr als fünf Prozent zu. Dow-Chemical-Papiere gewannen knapp ein Prozent. Im außerbörslichen Handel bei Lang und Schwarz zeigten sich BASF-Titel hingegen unbeeindruckt. (dpa)