Ludwigshafen/ Frankenthal: Prozess nach BASF-Unglück rückt näher

Rund zwei Jahre nach dem tödlichen Explosionsunglück bei der BASF in Ludwigshafen hat der geplante Prozess gegen den mutmaßlichen Verursacher eine weitere Hürde genommen. Wie das Landgericht Frankenthal mitteilte, fasste es einen Eröffnungsbeschluss für das Verfahren und ließ somit die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den Mitarbeiter einer Spezialfirma zu. Wann genau der Prozess beginnt, ist aber noch unklar. Mitte Oktober hatte ein Justizmitarbeiter Februar 2019 als möglichen Termin für den Auftakt genannt. Einem inzwischen 63-jährigen Arbeiter wird vorgeworfen, am 16. Oktober 2016 fälschlicherweise eine gasführende Leitung angeschnitten zu haben. Dadurch kam es zu einer Explosion, bei der fünf Menschen starben und mehr als 40 verletzt wurden. «Der Angeklagte selbst erlitt schwere Brandverletzungen und ist dauerhaft arbeitsunfähig», hieß es in der Mitteilung des Gerichts. Er habe ausgesagt, sich den Unfall nicht erklären zu können. Durch die Explosion entstand ein Sachschaden von zwei bis drei Millionen Euro. Hinzu kommen Folgeschäden von rund 500 Millionen Euro. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft habe 42 Zeugen und zehn Sachverständige für den Prozess benannt. dpa/feh