Ludwigshafen/Fulda: Nach tödlichem Flugunfall – Pilot aus Ludwigshafen im Fokus der Ermittlungen

Der 56jährige Pilot aus Ludwigshafen, der mit seiner Cessna einen tödlichen Flugunfall auf der hessischen Wasserkuppe verursacht haben soll, steht weiter im Zentrum der Ursachenforschung. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Fulda wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung in drei Fällen ermittelt. Am 14. Oktober schoss das Flugzeug über die Landebahn hinaus und erfasste drei Fußgänger. Eine Mutter und ihre beiden Kinder waren auf der Stelle tot. Der Pilot und die drei Insassen wurden bei dem Unglück leicht verletzt. Laut Flugplatz-Leiter Harald Jörges hatte die Unglücksmaschine nur 160 PS bei vier Sitzplätzen. „Damit war sie nicht sonderlich leistungsstark“, sagte er und geht nach wie vor davon aus, dass ein Pilotenfehler für das Unglück verantwortlich ist. Der Pilot der Cessna 172 hatte zuvor versucht, nach einem Landeversuch durchzustarten, was ihm aber misslang. Die Maschine durchbrach eine Schranke, schoss über eine Landstraße hinweg und erfasste die Passanten auf einem angrenzenden Fußweg. Eine  wichtige Frage sei, ob die Maschine möglicherweise überladen war. In die Beurteilung fließen einige Faktoren ein; Körpergewicht der vier Insassen, der mitgeführte Sprit und Zusatzgewichte wie Gepäck. Ein Zwischenbericht des Luftfahrt-Bundesamtes in Braunschweig wird in den nächsten Wochen erwartet. (mho/dpa)