Ludwigshafen/Fulda: Pilot nach tödlichem Unfall angeklagt – „Fahrlässige Tötung“

Der Ludwigshafener Pilot, der im Oktober 2018 auf der Wasserkuppe in Hessen einen Flugunfall mit drei Toten verursacht haben soll, muss sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Fulda klagte den 57-jährigen wegen fahrlässiger Tötung an. Er habe seine Sorgfaltspflicht nicht beachtet und im Cockpit Fehlentscheidungen getroffen, heisst es. Bei dem Unglück raste das Leichtflugzeug des Ludwigshafeners beim Versuch, durchzustarten, über die Landebahn hinaus und erfasste eine Frau und ihre beiden Kinder. Laut Staatsanwaltschaft war das Leichtflugzeug überladen. Der Pilot habe es vor dem Flug versäumt, das Gewicht der mit vier erwachsenen Passagieren besetzten Maschine zuchecken. Die Maschine vom Ty Cessna 172N hätte nur 1043 Kilogramm wiegen dürfen, wie die Staatsanwaltschaft berichtet. Letztlich sei sie mit 32 Kilogramm überladen gewesen. Dies habe zu Leistungseinbußen der Maschine geführt. Zudem habe der Pilot den vorgegebenen Landeanflug verkürzt. Beim Aufsetzen sei er viel zu schnell gewesen. Die Entscheidung zum Durchstarten der Maschine sei dann letztlich zu spät erfolgt. Eine technische Störung habe zum Unfallzeitpunkt an der Maschine nicht vorgelegen, wie die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) ermittelt hatte. (mho/dpa)