Ludwigshafen: IHK befürchten Rückgang der Exporte in die USA

Fast jedes vierte rheinland-pfälzische Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA rechnet laut einer Umfrage mittelfristig mit einem Rückgang seiner Amerika-Exporte. Die vier Industrie- und Handelskammern (IHK) in Rheinland-Pfalz hatten nach eigenen Angaben vom Mittwoch 230 Firmen kurz vor dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump am 20. Januar befragt.
Der Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft des Bundeslandes, Arne Rössel, betonte, es gelte abzuwarten, ob und wie die neue US-Regierung ihre wirtschaftspolitischen Ankündigungen wahr mache. „Sowohl für die Wirtschaft als auch für die Politik wäre es unklug, jetzt in Panik zu verfallen.“ Unsicherheiten seien Gift für Innovationen und Investitionen.
Die USA sind laut der IHK-Arbeitsgemeinschaft nach Frankreich der zweitwichtigste Exportmarkt der rheinland-pfälzischen Wirtschaft. Von Januar bis November 2016 wurden Waren im Wert von 4,16 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten ausgeführt – vor allem pharmazeutische und chemische Produkte, Maschinen, Kunststoffe und
Metallerzeugnisse. Umgekehrt wurden aus den USA Waren für fast zwei Milliarden Euro nach Rheinland-Pfalz importiert.(dpa/lrs)