Ludwigshafen: Keine Rettungsgasse gebildet für Polizeiauto – Strafe: 240 Euro und ein Monat Fahrverbot

Auf der A 61 zwischen dem Autobahnkreuz Ludwigshafen und dem Autobahnkreuz Frankenthal wurde ein Einsatzfahrzeuges am Samstag behindert. Wegen hohen Aufkommens staute sich der Verkehr in diesem Bereich. Um eine Unfallstelle zügig zu erreichen, nutzte der Funkstreifenwagen mit Blaulicht und Signalhorn die „Rettungsgasse“ zwischen den stehenden Fahrzeugen. Der Einsatz wurde aber durch den Fahrer eines weißen Mercedes Sprinter, der sich mittig auf der linken Fahrspur befand, so behindert, dass es nicht weiter ging. Erst der beherzten Reaktion eines Lkw-Fahrers sei es zu verdanken, dass die Einsatzfahrt fortsetzt werden konnte, heißt es im Polizeibericht. Der Mann steuerte sein Fahrzeug auf den Standstreifen und ermöglichte so dem Polizeifahrzeug, über die rechte Fahrspur an dem Sprinter vorbei zu kommen. Erst als die Beamten neben dem Mercedes waren, bemerkte sie der Fahrer und steuerte den Wagen nach links. Ein zweites Polizeifahrzeug befand sich in unmittelbarer Nähe und unterzog den Herrn einer Verkehrskontrolle. Der uneinsichtige 47-jährige Fahrer rechtfertigte sich, er habe mit seinem Chef telefoniert und dann erst die Polizei wahrgenommen. Ihn nun eine Geldbuße von 240 Euro und ein einmonatiges Fahrverbot wegen des „Nichtbildens einer Rettungsgasse“ und der Behinderung eines Einsatzfahrzeuges.