Ludwigshafen/Mannheim: SPD fordert Anschlussregelung für GreenCity-Ticket

Die Ludwigshafener SPD plädiert nach dem budgetbedingten Ende des Green City-Ticketverkaufs in den Schwesterstädten Mannheiden und Ludwigshafen für eine umfassende und baldige Anschlussregelung. „Es braucht seitens des Bundes ein kraftvolles Förderprogramm, das den ÖPNV sowohl in Sachen Angebotsverbesserungen als auch in der Preislandschaft überall attraktiver macht“, verdeutlicht der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion Christian Schreider: „Das eine erzielt ohne das andere nicht die notwendige Wirkung.“

Wie berichtet, ist ab kommenden Montag kein Erwerb von – gegenüber dem Normalpreis verbilligten – Green City-Tickets mehr möglich, weil das vom Bund zur Verfügung gestellte Budget jetzt weitestgehend aufgebraucht ist. Das teilte die Stadt Mannheim gestern mit. Die gewünschten Effekte wie Fahrgastzuwächse und Feinstaubreduzierung seien durchaus erzielt worden. Laut SPD auch deshalb, weil parallel in bestimmte Angebotsverbesserungen investiert worden sei, beispielsweise beim BASF-Werksverkehr. „Bund, Länder und Kommunen müssen diese Zweigleisigkeit zeitnah in die Zukunft verlängern und vor allem mit deutlich mehr Maßnahmen verstärken. Die dringend notwendige Verkehrswende darf keinesfalls Corona geopfert werden“, betont der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende mit Blick auf die ohnehin durch das Virus schwer unter Druck geratene Branche.

Erfreulich sei, dass auch mit dem durch die Green City-Förderung vergünstigten Job-Ticket neue Kunden gewonnen werden konnten und diese Möglichkeit auch weiterbestehe. „Das ist das, was wir für bessere Mobilität und mehr Klimaschutz brauchen: Ein Maßnahmenbündel mit mehr und schnelleren Fahrten, günstigeren Preisen und der Beteiligung der Wirtschaft“, so Schreider. (mho)