Ludwigshafen/Mannheim: Unternehmerfamilie Reimann stiftet zehn Millionen Euro

Die Mannheimer Unternehmerfamilie Reimann unterstützt die Stiftung zur Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern mit zehn Millionen Euro. Die Stiftung würdigte das Engagement als wichtiges Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur in Deutschland. Mit der Hälfte der Summe sollen ehemalige Zwangsarbeiter des Chemieunternehmens Benckiser ausfindig gemacht und entschädigt werden. Falls Betroffene inzwischen verstorben seien, solle das Geld an die Nachkommen gehen, heißt es. Die andere Hälfte des Geldes soll drei Jahre lang als Soforthilfe für Holocaust-Überlebende dienen. Als Grund für das Engagement gibt die Familie die Erkenntnisse über die Zwangsarbeit bei Benckiser an. Das Unternehmen wurde von Albert Reiman mitbegründet. Die Reimanns gehören zu den reichsten Deutschen und hält Beteiligungen an zahlreichen international erfolgreichen Unternehmen. (mho/dpa)