Ludwigshafen: Nach Datenklau – Hacker fordern Millionensumme von TWL

Die Technischen Werke Ludwigshafen werden von unbekannten Hackern erpresst. Wie das Unternehmen mitteilt, hat die unbekannte Hackergruppe, die in der vergangenen Woche in den Besitz von Kundendaten gelangte, Kontakt aufgenommen und fordert eine Lösegeldzahlung im zweistelligen Millionenbereich. Gedroht wird mit der Veröffentlichung der gestohlenen Daten. Eine Zahlung lehnt das Unternehmen kategorisch ab, heißt es. Wie letzte Woche veröffentlicht, ist es der offenbar hochprofessionellen Gruppe gelungen, in die IT-Systeme des Energieversorgers einzudringen und trotz der unmittelbar eingeleiteten Gegenmaßnahmen die Daten zu stehlen. Das Unternehmen geht derzeit davon aus, dass alle seine Kunden und Geschäftspartner betroffen sind. Aufgrund der forensischen Untersuchungen, der Arbeiten an der Gefahrenabwehr und der Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden war das Unternehmen bis zum 11. Mai 2020 angehalten, keine Details zum Sicherheitsvorfall zu veröffentlichen, heißt es. Insgesamt wurden über 500 GB an Daten gestohlen. Der Erstzugriff der Kriminellen erfolgte Mitte Februar über eine infizierte E-Mail-Anlage. Die betroffenen Kunden werden informiert und sollen regelmäßig ihre Kontobewegungen überprüfen. (TWL/mj)