Ludwigshafen: Noch keine Entscheidung aus Koblenz

Ludwigshafen blickt gespannt nach Koblenz: Das Oberverwaltungsgericht verkündet heute seine Entscheidung, ob die Demonstration des Hooligan-Vereins „Gemeinsam stark Deutschland“ auch mit einem Marsch durch Teile der Innenstadt verbunden sein darf. Die Stadt hatte am Mittwoch zur Auflage gemacht, das bundesweite Treffen aus Sicherheitsgründen nur in Form einer Kundgebung am Hauptbahnhof durchzuführen. Das Verwaltungsgericht Neustadt gab gestern abend der Klage der Veranstalter statt und hob die Einschränkungen auf. Die gesetzlichen Bestimmungen dafür seien nicht gegeben, hieß es zur Begründung. Die Stadt legte noch gestern Beschwerde gegen dieses Urteil beim Oberverwaltungsgericht in Koblenz ein. Jetzt warten alle auf die OVG-Entscheidung. Unabhängig davon wird es am morgigen Sonntag ab 11 Uhr  ein Bürgerfest und mehrere Gegendemonstrationen von einem breiten gesellschaftlichen „Bündnis gegen Rechts“ geben. Mehr als 100 Vereine, Verbände und Organisationen haben ihre Unterstützung zugesagt, die Organisatoren rechnen mit mehreren tausend Teilnehmern. Bei der Hauptveranstaltung auf dem Theaterplatz werden auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Staatsministerin Maria Böhmer sprechen. (mho)