Ludwigshafen: Protest gegen Umbenennung in Helmut-Kohl-Allee – Petition überreicht

Die Gegner der in Ludwigshafen geplanten Straßenumbenennung zugunsten von Altkanzler Helmut Kohl gehen in die Offensive: Am Donnerstag überreichten sie eine Petition, die nach ihren Angaben von mehr als 1000 Menschen unterstützt wird. Darin beklagen sie, dass eine zweite Straßenumbenennung innerhalb weniger Jahre mit einem großen Zeit- und Kostenaufwand für die ansässigen Geschäftsleute verbunden sei. Auch habe es keine Absprache gegeben. Die Stadtratsfraktionen von CDU, SPD und FDP hatten beschlossen, aus der noch jungen Rheinallee die Helmut-Kohl-Allee zu machen. „Uns geht es nicht um eine politische Äußerung“, sagte die Unternehmerin Birgit Stärk, deren Geschäft an der vormals Lagerhausstraße genannten Rheinallee ansässig ist. „Uns geht es darum, dass wir uns für die Rheinallee entschieden haben, dass wir viel dafür getan haben, dass die Lagerhausstraße in „Rheinallee“ umbenannt wird.“ Nun wolle man die Straße behalten. Nach Stärks Angaben haben mehr als 350 Menschen die Petition persönlich unterzeichnet, etwa 650 hätten eine Online-Petition unterschrieben.
Der Vize-Vorsitzende der CDU-Fraktion und Kandidat zur OB-Wahl am Sonntag, Peter Uebel, sagte, man sei in Gesprächen miteinander. „Ich
glaube, wir sind auf einem guten Weg.“ Er verwies auf eine für Oktober angesetzte Anwohnerversammlung. Die SPD-Kandidatin zur OB-Wahl, Jutta Steinruck, betonte, wenn sie gewinne, strebe sie mit allen Beteiligten eine einvernehmliche Lösung an.(mf/lrs)