Ludwigshafen: Proteste begleiten ICL-Verkaufsbeschluss

Mit Protesten vor den Werkstoren reagierte die Ludwigshafener ICL-Belegschaft auf die Verkaufspläne des Unternehmens. Die segnete das Aufsichtsgremium des Konzerns gestern ab. Demnach sollen fünf der sechs in Ludwigshafen angesiedelten Sparten neue Besitzer finden. Davon sind 500 der 600 Beschäftigten betroffen. Die Demonstranten machten deutlich, dass für sie die Folgen des Verkaufs unklar seien. Ein Unternehmenssprecher betonte auf RNF-Anfrage, dass die Geschäftsgebiete nur an solche Interessenten abgegeben würden, die in Ludwigshafen bleiben und die Bereiche besser entwickeln könnten als ICL selbst. Insgesamt solle der Standort gestärkt werden. ICL produziert in Ludwigshafen chemische Produkte, unter anderem Düngemittel, Pharma- und Kosmetika-Produkte. (rnf)