Ludwigshafen: Staatsphilharmonie für neue Spielzeit gerüstet – Programm vorgelegt – Wegen Corona viele Unwägbarkeiten

Mit einem Zugvogel als neuem Symbol und viel Optimismus hat die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz inmitten der Corona-Krise ihr Programm für die Spielzeit 2020/21 präsentiert. Wegen der Corona-Krise gebe es aber „viele Fragezeichen“, räumte Intendant Beat Fehlmann ein. „Da wir nicht wissen, wann ein regulärer Konzertbetrieb wieder möglich sein wird, hatten wir nur zwei Möglichkeiten: abzuwarten – oder so zu tun als ob“, sagte Fehlmann. Das größte Sinfonieorchester des Bundeslandes habe sich für Letzteres entschieden und präsentiere nun eine neue Spielzeit. „Alles Weitere kann nur die unbestimmte Zukunft zeigen. Bei aller Vorplanung werden wir, wenn es die Situation erfordert, flexibel und anpassungsfähig reagieren.“ Bund und Länder hatten sich unlängst darauf verständigt, dass bis zum 31. August keine Großereignisse mit Zuschauern stattfinden dürfen, um die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern.

117 Konzerte an 31 Spielstätten im In- und Ausland stehen für 2020/21 auf dem Programm – unter anderem acht Konzerte mit Opernsänger Jonas Kaufmann. In der laufenden Spielzeit seien wegen der Corona-Krise elf Konzerte abgesagt worden, hieß es. „Da sind uns sehr viele Einnahmen entgangen. Dadurch entsteht ein größeres Loch – welche Auswirkungen das hat, ist noch nicht im Detail abzuschätzen“, sagte Fehlmann. Am Stellenplan werde aber nicht „geschraubt“, versicherte der Intendant. Von den 86 Musikern im Orchester seien derzeit drei Planstellen unbesetzt. Das Gesamtbudget der Spielzeit bezifferte Fehlmann auf zehn  Millionen Euro. Weil das Orchester unterfinanziert sei, habe der Intendant eine Etat-Erhöhung beantragt. Eine Entscheidung von seiten der Politik sei aber noch nicht gefallen. (mho/dpa)