Ludwigshafen: Teilerfolg für Kohl-Witwe im Streit mit Ghostwriter

Die Witwe des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl hat im Rechtsstreit gegen dessen Ghostwriter einen neuen Teilerfolg erzielt. Der Autor Heribert Schwan darf zahlreiche weitere Textpassagen aus seinem 2014 erschienenen Buch „Vermächtnis. Die
Kohl-Protokolle“ nicht mehr verbreiten. Das entschied das Kölner Landgericht.  Ansprüche gegen den Buchverlag Random House
hat Maike Kohl-Richter laut Urteil dagegen nicht. Zudem muss Schwan Auskunft über seine durch den Bestseller erzielten
Einnahmen erteilen. Auf Grundlage dieser Summe könnte Maike Kohl-Richter dann gegebenenfalls auf Schadenersatz klagen. Nach
Auffassung des Gerichts ging Helmut Kohl davon aus, dass Schwan seine Äußerungen vertraulich behandeln würde. Kohl wurde am 3. April 1930 in Ludwigshafen geboren und starb am 16. Juni 2017 in Ludwigshafen-Oggersheim. Er liegt in Speyer begraben. dpa/feh