Ludwigshafen: Von Münzer bis zu den Päpsten – Region erinnert an Martin Luther

Es „luthert“ in der Metropolregion! Mit Aktionen, Lesungen, Vorträgen und Ausstellungen erinnern mehrere Städte an das Reformations-Jubiläum. Vor 500 Jahren schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg und löste damit die Trennung von Katholiken und Protestanten in der christlichen Kirche aus. Speyer erinnert seit gestern abend mit der Ausstellung „Odyssey 2017“ des britischen Künstlers Robert Koenig an das Ereignis. In Ludwigshafen wird einem Gegenspieler Luthers gedacht: Thomas Münzer. Erst Luthers Freund, dann sein Feind: Müntzer (1489-1525) wandelte sich vom Anhänger und Bewunderer des Reformators zu dessen entschiedenem Gegner. Der Theologe wollte die Bauern aus der Knechtschaft der Adligen befreien, versuchte es an der Spitze ihres Heeres auch mit Waffengewalt. Mit der Sonderausstellung „Kirche. Krone. Krieg. – Thomas Müntzer zwischen Reformation und Revolution“ will das Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen ab dem 23.Mai an „eine der spannendsten Figuren der Reformationsgeschichte“ erinnern. Auch die große „Päpste“-Ausstellung, die am Nachmnittag in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen eröffnet wird, knüpft unter anderem an die Reformationszeit an. RNF überträgt die feierliche Eröffnung mit Bundestagspräsident Norbert Lammert und Ministerpräsident Winfried Kretschmann in voller Länge. Die Sendezeiten: Samstag, 20.15 Uhr und Sonntag, 16 Uhr. (mho/dpa)