TICKER: Ludwigshafen am Tag der Großdemonstrationen

Auf dieser Seite berichten wir über den Tag der Großdemonstrationen in Ludwigshafen. Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Für den Abend haben wir eine Sondersendung geplant. Die Sendezeiten finden Sie am Ende dieses Artikels. Die Sendung (19.30 Uhr, 21.30 Uhr und 23.30 Uhr) ist auch im Livestream zu sehen.


Unser Video über den Tag in Ludwigshafen

 

Wir haben den Tag der Demonstrationen in Ludwigshafen mit mehreren Teams beobachtet. Hier ist der Beitrag, wie er als „Aktuell Extra“ im Programm von RNF um 19:30 Uhr erstmals lief.

 

 

 


 

Meldung von 19:25 Uhr

Pressekonferenz zu den Demonstrationen in Ludwigshafen: 131 Festnahmen, 2.000 Polizisten im Einsatz

Am Ende des Tages der Demonstrationen in Ludwigshafen zogen Stadt und Polizei bei einer Pressekonferenz eine Zwischenbilanz. „Unser Einsatz ist nämlich noch nicht zu Ende“, betonte Polizeipräsident Jürgen Schmitt. „Wir rechnen damit, dass es noch bis Mitternacht einer erhöhten Aufmerksamkeit bedarf.“ Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse dankte den Einsatzkräften, die dafür gesorgt hätten, dass die Lage in der Stadt nicht eskalierte. Sie wertete die Demonstration von etwa 2.000 Menschen gegen die Kundgebung der rechten Gruppierung „Gemeinsam-stark Deutschland“ (GsD) als wichtiges Zeichen der Stadt, die keinen Rassismus zulasse und sich gegen „jegliche Gewalt in unserer Stadt“ richte. Die Organisatoren der Gegendemonstrationen hatten den Tag über von bis zu 4.000 Teilnehmern am Protest gegen die Rechten gesprochen. Die Oberbürgermeisterin dankte den Organisatoren der Gegen-Aktionen, vielen unterschiedlichen Gruppierungen – Parteien, Gewerkschaften und Vereinen.

 

 

Auch sie bedauerte, dass es zu gewalttätigen Handlungen während des Marsches der Gegner der Rechten von Mannheim nach Ludwigshafen kam. Wie die Polizei berichtete, hätten sich linke Autonome aus dem Feld der Marschierer gelöst. Es sei zu „erheblichen Straftaten“ gekommen – unter anderem stehe der Vorwurf des Landfriedensbruchs im Raum, weil die Autonomen Sperren durchbrochen hätten. Einen Auszug aus dem Statement der Polizei haben wir im Anschluss an diesem Artikel dokumentiert. Außerdem seien Streifenwagen beschädigt worden und es habe Verstöße gegen das Waffengesetz gegeben. Die Beamten zeigten bei der Pressekonferenz das Video, das weiter unten auch in diesem Artikel eingebunden ist. Die Polizei nahm 131 Personen in Gewahrsam, davon zwölf Jugendliche, und nahm die Personalien auf. Die Jugendlichen seien inzwischen wieder auf freiem Fuß. Die Beamten hätten verhindern können, dass die linken und rechten Gruppen in Kontakt kamen. 2.000 Beamte waren dafür im Einsatz, 300 davon kamen aus Mannheim.

 

Während der Demonstration der GsD mit 500 Teilnehmern habe es keine Straftaten gegeben. Allerdings habe eine Person, die der rechten Szene zugerechnet wird, in einer Gaststätte einen Polizisten geschlagen. In Mannheim wurden drei Rechte vorübergehend festgesetzt, weil sie sich auf dem Alten Messplatz „duellierten“, so Mannheims Polizeipräsident Thomas Köber. Ludwigshafens Polizeipräsident Jürgen Schmitt sagte, dass sich die Einsatzkräfte sehr detailliert mit der HoGeSa-Bewegung (Hooligans gegen Salafisten) und den Vorkommnissen unter anderem in Köln auseinandergesetzt habe. Er sei froh, dass das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz am Samstag das Aufzugsverbot bestätigt habe. Wenn die Rechten marschiert wären, hätte eine klare Trennung der beiden Gruppen nicht garantiert werden können. Zur Stunde seien noch mehrere Gruppen linker und rechter Extremisten in der Stadt unterwegs. Unter anderem habe die Polizei eine Gaststätte, in der sich Sympathisanten der Hooligans aufhielten im Visier.  

 

Auszüge aus dem Statement der Polizei bei der Pressekonferenz:

„Das polizeiliche Konzept zur Lagebewältigung ging auf. Die Trennung der Gruppierungen ist gelungen. An unseren Appell, sich friedlich zu versammeln, haben sich leider nicht alle Teilnehmer gehalten. Aus dem von Mannheim kommenden Aufzug mit dem Ziel Theaterplatz in Ludwigshafen lösten sich ca. 200 Linksautonome und stürmten in Richtung Hauptbahnhof. Hierbei wurden Absperrungen und eingesetzte Kräfte der Polizei überrannt. An einem Streifenwagen der Polizei wurden die Scheiben eingeschlagen und ein „Bengalo“ unter das Fahrzeug geworfen. Von außen entstand der Eindruck, dass das Polizeifahrzeug brennt. Die drei Polizeibeamten konnten sich aus dem Fahrzeug retten. Sie wurden ärztlich und seelsorgerisch betreut, konnten aber im Anschluss weiter Dienst verrichten. Die Versammlung „GsD“ am Hauptbahnhof besuchten ca. 500 Teilnehmer. 25 Personen hatten Pflastersteine aufgenommen und mitgeführt. An sie wurden Platzverweise erteilt.“

 


Meldung von 17:15 Uhr

Verkehrssperrungen überwiegend aufgehoben: Die Heinigstraße nach Osten in Richtung Rhein ist für den Straßenverkehr wieder offen, die Heinigstraße selbst wieder befahrbar. Lediglich das Westendviertel, die Pasadenaallee und die Schlachthofkreuzung bleiben vorläufig noch gesperrt. (Quelle: Polizeipräsidium Rheinpfalz)  


 Meldung von 16:37 Uhr

Kurze Zusammenfassung: Festnahmen bei Demonstration in Ludwigshafen

Bei der Demonstration gegen Hooligans und Sympathisanten der rechten Szene in Ludwigshafen sind am Sonntag nach ersten Angaben der Ordnungshüter zahlreiche Anhänger des linken Spektrums festgenommen worden. Eine genaue Zahl nannten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Vielen Festgesetzten wird Landfriedensbruch vorgeworfen, weil sie sich entgegen der Auflagen zum Bahnhof absetzten, um gegen die Kundgebung des Vereins «Gemeinsam-Stark Deutschland» zu demonstrieren. Außerdem sollen bei ihrer Aktion Autos beschädigt worden sein. iele Festgenommene sollen zu Mannheimer Demonstranten gehören, die sich nach der Ankunft in Ludwigshafen absetzten. Zu der Kundgebung des Vereins «Gemeinsam-Stark Deutschland» , die nach dem Willen der Stadt auf den Bahnhofsvorplatz beschränkt bleibt, kamen nach Angaben eines Polizeisprechers mehrere hundert Menschen. Die Organisatoren hatten mit 1000 Teilnehmern gerechnet. Die Zahl der Gegendemonstranten im Stadtgebiet bezifferten die Organisatoren auf 3000 bis 4000. Von der Polizei gab es dazu zunächst keine Angaben. Nach den Kundgebungen der Gegendemonstranten ist seit 16:30 Uhr auch die Kundgebung der rechten Gruppierungen am Bahnhof beendet. Sie endete ohne weitere Zwischenfälle. Unterdessen sichert die Polizei auch die Abreiserouten. So hat sie nun am Mannheimer Hauptbahnhof starke Kräfte zusammengezogen, um Zusammenstöße zwischen linken und rechten Gruppen zu verhindern.

Zurzeit ist die Zufahrt nach Ludwigshafen durch verstärkte Kontrollen noch überlastet. Unser Bild zeigt die Verkehrssituation rund um die Konrad-Adenauer-Brücke auf Mannheimer Seite.
Einzelheiten über die Geschehnisse des Tages erfahren Sie in den Einträgen des Tickers auf dieser Seite. (rk/lrs)   


Meldung von 16:10 Uhr

Von der Polizei gibt es noch keine konkreten Angaben über die Zahl der während der Demonstration Festgenommenen. Hier die Pressemitteilung im Wortlaut.

Gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Frankenthal und Polizeipräsidium Ludwigshafen

Die intensiven Einsatzmaßnahmen im Rahmen der Demonstration in Ludwigshafen sind in vollem Gange. Die Kundgebung am Hauptbahnhof verläuft planmäßig. Im dortigen Umfeld sind immer noch Personen unterwegs, die die Veranstaltung stören wollen. Aus dem linken Spektrum gab es zahlreiche Festnahmen. Die Festgenommenen werden momentan polizeilichen Folgemaßnahmen unterzogen.  


Meldung von 15:37 Uhr

Während die Kundgebung der Hooligans-Gegner friedlich zu Ende gegangen ist, dauert die Veranstaltung der Rechten am Hauptbahnhof noch an. Dazu ein Tweet der Polizei:  


 

Meldung von 15:00 Uhr

Wie unser Reporterteam am Bahnhof berichtet, befindet sich Kundgebung der Anhänger der rechten Szene bereits in Auflösung. Die Polizei trennt die Teilnehmer dieser Kundgebung und ihre Gegner nach wie vor strikt voneinander.

 


Meldung von 14:30 Uhr

Auf dem Bahnhofsvorplatz hat die Kundgebung der rechten Gruppierung “Gemeinsam-Stark Deutschland” begonnen. Unser Team schätzt, dass sich etwa 500 Teilnehmer versammelt haben.

Unterdessen halten die Gegner der Rechten Mahnwachen an anderen Plätzen, etwa am Lutherplatz und dem Klüberplatz.
  Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat einen Text zur Gegenkundgebung und zur Rede von Ministerpräsidentin Malu Dreyer veröffentlicht, den wir hier im Wortlaut dokumentieren.

„Gemeinsam gegen rechts

„Rechtsextremismus wendet sich gegen Menschenwürde, Toleranz, Gewissensfreiheit und andere fundamentale Werte, die unsere freiheitliche, demokratische Gesellschaft prägen. Hier ist kein Platz für rechtes Gedankengut – weder in Ludwigshafen noch an irgendeinem anderen Ort in unserem Land.“ Das sagte Ministerpräsident Malu Dreyer heute bei der Kundgebung „Ludwigshafen bunt statt braun“. Zur Kundgebung hatte das Netzwerk gegen rechte Gewalt und Rassismus aufgerufen, um gegen einen Aufmarsch von Neonazis und gewaltbereiten Hooligans zu demonstrieren.

Die Ministerpräsidentin betonte, dass die Wahrung der Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Demonstrationsfreiheit ein hohes Gut sei und oft viel Toleranz verlange. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Aber es gibt auch Grenzen. Es gibt bei uns einen unteilbaren Werte- und Rechtekanon, und der gilt für uns alle. Dort wo Handeln rassistisch und menschenverachtend ist, kann es keine Toleranz geben. Es ist wichtig, dass Bürger und Bürgerinnen gegenüber Intoleranz aufstehen. Dass wir gemeinsam deutlich machen: Das dulden wir nicht.“ Rheinland-Pfalz verfolge zur Bekämpfung des Rechtsextremismus eine klare Strategie. Sie fuße auf einer umfassenden Präventionsarbeit, auf einem konsequenten Eingreifen, auf Hilfsangeboten für Ausstiegswillige und für die, deren Einstieg in den Rechtsextremismus droht. „Diese Null-Toleranz-Strategie ist erfolgreich. Rheinland-Pfalz gehört seit Jahren zu den vom Rechtsextremismus weniger stark belasteten Ländern. Wir tun alles, um den Rechtsextremismus nachhaltig einzudämmen“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die rassistische und demokratiefeindliche Weltanschauung rechtsextremer Gruppierungen sei zutiefst menschenverachtend. Sie sei Nährboden für Aggression und Gewalt gegenüber Menschen, die schon lange Teil unserer Gesellschaft sind.

„Rechtsextreme Kräfte dürfen nie wieder in Deutschland die Oberhand gewinnen“, forderte die Ministerpräsidentin. Ausdrücklich dankte sie den vielen Menschen, die sich gegen den Rechtsextremismus wendeten. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Für mich ist das ein gutes Zeichen. In Deutschland leben heute rund 16,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist mehr als ein Fünftel der Bevölkerung. Ich will, dass alle unsere Mitbürger und Mitbürgerinnen – genauso wie die, die neu zu uns kommen – in Deutschland und in Rheinland-Pfalz zu Hause sind.“ Die meisten Einwanderer seien qualifiziert. „Sie bringen unsere Wirtschaft und unseren Arbeitsmarkt voran. Von einer Gefahr der Islamisierung Europas kann wirklich nicht die Rede sein.“ In Rheinland-Pfalz lebten etwa 160.000 muslimische Bürger und Bürgerinnen, die sind gut integriert seien. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Wir verschließen nicht unsere Augen vor islamistischem Terrorismus; unsere Sicherheitsbehörden sind hier sehr wachsam. Diese Gefahren haben jedoch gar nichts mit einer angeblichen Islamisierung Europas zu tun, die die Demonstranten heraufbeschwören, um Angst und Stimmungsmache zu erzeugen. Dafür habe ich absolut kein Verständnis. “

In Rheinland-Pfalz werde gut mit den Menschen umgegangen, die Hilfe suchend kommen. „Wir wollen diejenigen schützen, die bedroht und verfolgt werden. Ich bin heute sehr stolz auf dieses Land und seine Menschen“, so die Ministerpräsidentin.“

 


Meldung von 14:12 Uhr

Nach Angaben der Stadt Ludwigshafen sind bisher unter der Nummer des Bürgertelefons 85 Anrufe wegen der Demonstrationen in Ludwigshafen eingegangen. Es ist weiterhin unter 0621 5708-6000 erreichbar. Die Polizei Ludwigshafen hat ein Infotelefon wegen der in Gewahrsam befindlichen Personen eingerichtet. Unter diesen Nummern können Angehörige und Rechtsanwälte nach vorheriger Prüfung Auskünfte über festgenommen Personen erhalten.Die Nummern lauten: 0621/963-1650, -1137, -1136.


Meldung von 14:10 Uhr

Auf YouTube hat der Nutzer presidentscabinet77 ein Video eingestellt, das die Auseinandersetzung zwischen Autonomen und der Polizei zeigt. Zu sehen ist auch eine Szene, in der ein Bengalo einen Polizeiwagen in Brand zu setzen droht. Wir betten dieses Video zur Dokumentation hier ein.   http://youtu.be/xDxD-vuLBFU


Meldung von 14:07 Uhr

Die Luftballons aus Protest gegen die Kundgebung der Rechten am Hauptbahnhof sind gestartet.

  Tweet der Polizei Ludwigshafen:


Meldung von 13:53 Uhr

Mit dem offiziellen Beginn der Kundgebung der rechten Gruppierung „Gemeinsam-Stark Deutschland“ auf dem Bahnhofsvorplatz um 14:00 Uhr läuten in Ludwigshafen die Glocken aller Kirchen zum Protest. Zeitgleich soll eine Menge bunter Ballons über der Stadt aufsteigen.


Meldung von 13:25 Uhr

Auf dem Theaterplatz demonstrieren nach Schätzung von Twitter-User Patrick Kullmann etwa 2.000 bis 3.000 Menschen friedlich gegen die Kundgebung der rechten Szene am Hauptbahnhof.


Meldung von 12:50 Uhr Unser Team am Hauptbahnhof Ludwigshafen hat eben diese Bilder geschickt. Sie zeigen eine massive Polizeipräsenz am Bahnhofsvorplatz, wo die Rechten erwartet werden. Es seien nach wie vor auch Autonome im Umfeld des Bahnhofs präsent. Etwa 20 – 30 Autonome seien von Polizisten umringt. Ihre Personalien wurden aufgenommen.


Meldung von 12:46 Uhr Pressemitteilung der CDU Rheinland-Pfalz: Die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner und Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse äußern sich in einer Pressemitteilung zur Kundgebung der rechten Szene. Wir dokumentieren die Pressemitteilung im Wortlaut.

„Klöckner/Lohse: „Jeder Mensch ist gleich viel wert – unabhängig von seiner Herkunft und seinem Hintergrund“ Anlässlich des heutigen Hooligan-Aufmarschs in Ludwigshafen erklären die CDU-Landesvorsitzende, Julia Klöckner MdL, sowie das Mitglied im CDU-Landesvorstand und die Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen, Dr. Eva Lohse: „Kein Mensch ist mehr wert oder besser, nur weil er eine andere Hautfarbe, Weltanschauung oder Herkunft hat als der andere. Es war ein langer Prozess, dass unser Land so wurde, wie es ist: weltoffen, tolerant, vielfältig, aber auch bestimmt, wenn es um die Verteidigung unserer Grundrechte geht. Es gibt immer wieder Menschen, die die Grundlage unseres Zusammenlebens in Frage stellen, die unser gutes und friedliches Miteinander stören wollen. Das passt nicht zu Ludwigshafen, das passt nicht zu Rheinland-Pfalz. Hier leben Menschen aus allen Teilen der Erde friedlich miteinander – in Einklang mit unserer Verfassung. Das soll auch so bleiben. Auch wenn Freiheit die Freiheit des Andersdenkenden ist, gibt es Grenzen. Fremdenhass und Antisemitismus haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Das sind Grundsätze, die bei uns gelten. Und deshalb: keine Toleranz für Intoleranz“, betont Julia Klöckner. „Respekt beruht auf Gegenseitigkeit. Nur so kann er funktionieren. Unsere offene und vielfältige Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn es einen Grundkonsens gibt, wenn es bestimmte Werte gibt, die wir alle teilen und die wir auch gemeinsam verteidigen – so wie wir es zum Beispiel in Ludwigshafen tun. Diese Werte, die ich meine, das sind das Grundrecht jedes Einzelnen auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen, die Glaubensfreiheit und die Meinungsfreiheit. Diese Werte sind das Fundament unserer offenen Gesellschaft. Die Grenzen der eigenen Freiheit liegen da, wo er oder sie die Freiheit eines – oder einer – anderen verletzt. Das ist die Grundlage unseres friedlichen Miteinanders, und diese Grundlage wird leider immer wieder von zwei Seiten in Frage gestellt und bedroht. Zum einen von religiösen Fanatikern und zum anderen von Menschen, die glauben, dass sie andere Menschen auf Grund ihrer Religion und Herkunft aus unserer Gesellschaft ausschließen könnten. Dafür darf kein Platz bei uns sein“, so Dr. Eva Lohse. „Wir danken allen Einsatzkräften, die heute in Ludwigshafen unter erschwerten Bedingungen für Schutz und Ordnung sorgen“, unterstreichen Julia Klöckner und Dr. Eva Lohse.“

 


Meldung von 12:36 Uhr Die Polizei schätzt, dass sich inzwischen etwa 1.000 Rechtsextremisten am Hauptbahnhof Ludwigshafen versammelt haben. Unsere Reporter berichten, dass Anhänger der linken Szene einen Streifenwagen der Polizei mit Steinen beworfen hätten – eine Scheibe ist zu Bruch gegangen. Die Polizei trennt linkes und rechtes Lager. Tweet des Polizeipräsidiums Rheinpfalz:


Meldung von 12:29 Uhr

Auf dem Theaterplatz vor dem Pfalz spricht Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Tweets von @JensGuth_SPD und @DeineSPD.


Meldung von 12:20 Uhr Am Bahnhofsvorplatz hat es kleinere Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der linksautonomen Szene und der Polizei gegeben. Nach Auskunft eines Polizeisprechers hätte sich eine Gruppe von etwa 50 bis 60 Autonomen vom Zug der aus Mannheim kommenden Gegendemonstranten ausgeklinkt und sei Richtung Hauptbahnhof Ludwigshafen marschiert, wo die Kundgebung des rechten Vereins „Gemeinsam-Stark Deutschland“ erwartet wird. Kräfte der Bereitschaftspolizei hielten die Linken auf. Dabei hätten die Demonstranten versucht einen Polizeiwagen in Brand zu setzen. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Mehrere Personen seien von den Beamten in Gewahrsam genommen worden. Die Lage habe sich inzwischen wieder beruhigt. In einem Tweet berichtet das „Kritische Kollektiv“ von „zwei verletzten Antifas“. Diese Information konnte ein Sprecher der Polizei nicht bestätigen. Unterdessen haben sich am Hauptbahnhof die ersten 40 bis 50 Hooligans eingefunden. Zu einem direkten Aufeinandertreffen zwischen Anhängern der linken und rechten Szene sei es bisher nicht gekommen, so die Polizei. In einer Pressemitteilung schreibt die Polizei:

„Um 11.40 Uhr rannten aus dem von Mannheim kommenden Aufzug eine große Anzahl aus dem „schwarzen Block“ mit Gewalt in Richtung Hauptbahnhof. Die Personen bildeten einen verbotenen Aufzug und begingen erhebliche Straftaten. Die Personen wurden festgenommen. Die Polizei führt strafprozessuale Maßnahmen durch.“

 


Meldung von 12:05 Uhr Auf dem Theaterplatz in Ludwigshafen haben sich nach Schätzung unseres Reporterteams etwa 1.000 Gegendemonstranten versammelt. Bei der Kundgebung unter dem Motto „LU bunt statt braun“ warten sie auf die Rede von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.


  Meldung von 11:45 Uhr In eigener Sache: Am Theaterplatz in Ludwigshafen zeichnet Markus Hoffmann die Anmoderation unserer Sondersendung über die #DemoLU (Link zum Twitter-Hashtag) auf.


Meldung von 11:15 Uhr Etwa 700 Gegendemonstranten aus Mannheim haben die Konrad-Adenauer-Brücke erreicht und ziehen weiter zum Theaterplatz nach Ludwigshafen.

 
 


Meldung von 11:09 Uhr Das Polizeipräsidium Rheinpfalz informiert in einem Tweet über die Sperrung der Ludwigshafener Innenstadt.


 

Meldung von 11:00 Uhr

Sperrungen in der Ludwigshafener Innenstadt

Die Demonstrationen haben Auswirkungen auf den Öffentlichen Personennahverkehr. Die rnv meldet auf ihrer Webseite folgende Umleitungen (seit 9:00 Uhr):

Buslinien 74 und 75
Die Busse der Linien 74 und 75 können die Haltestelle Hauptbahnhof in beiden Richtungen nicht bedienen.

Die Linie 74 wird ab der Haltestelle Rohrlachstraße über Bürgermeister-Grünzweigstraße in Richtung Rathaus umgeleitet.

Die Busse der Linie 75 verkehren zwischen Große Blies und Berliner Platz auf dem Linienweg der Buslinie 76.

Stadtbahnlinien 4 und 10
Die Bahnen der Linien 4 und 10 durchfahren die Haltestelle Hauptbahnhof ohne Halt. Die Haltestelle bleibt geschlossen. Beide Linen werden über Berliner Straße, Wittelsbachplatz und Südweststadtion zur Rohrlachstraße bzw. Marienkirche umgeleitet. Ab dort fahren die Bahnen dann wieder auf ihrem regulären Linienweg.

Sollten weitere Sperrungen notwenig sein, werden diese Linien durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen bedient.

Weitere Einschränkungen möglich
Je nach Verlauf der Kundgebung kann es auch auf anderen Linien zu Beeinträchtigungen kommen. Diese können sich auch auf das Mannheimer Verkehrsgebiet auswirken.

Über weitere Sperrungen informiert die Stadt Ludwigshafen:

Über aktuelle Verkehrsbehinderungen und -einschränkungen unterrichtet die Stadtverwaltung auch im Internet auf dem städtischen Portal www.ludwigshafen.de, das Polizeipräsidium Rheinpfalz informiert am Sonntag regelmäßig auf seinem Twitter-Account twitter.com/pp_rheinpfalz.

Die Zufahrt zur Innenstadt ist im Westen ab der Schlachthofkreuzung (Kreuzung Lorientallee / Rohrlachstraße / Frankenthaler Straße) gesperrt. Vom Rheinufer aus kommend ist die Durchfahrt der Wredestraße und der Kaiser-Wilhelm-Straße ab Höhe Bismarckstraße nicht mehr möglich. Die Lorient-, Pasadena- und Sumgaitallee sowie die Heinigstraße sind für Fahrzeuge nicht zugänglich. Ferner sind alle Straßen und Straßenabschnitte gesperrt, die von der Pasadenaallee, Heinigstraße und Kaiser-Wilhelm-Straße umschlossen werden. Weiterhin ist die Saarlandstraße im Süden ab Einmündung Adlerdamm bis zur Bleichstraße gesperrt.

Die Hochstraße Süd / B 37 ist am Sonntag in beiden Richtungen komplett gesperrt. Auf der B 44 in Fahrrichtung Mannheim ist die Abfahrt Heinigstraße nicht befahrbar.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass am kommenden Sonntag absolute Halteverbote am Hauptbahnhof sowie für die Parkplätze in der Kaiser-Wilhelm-Straße im Abschnitt zwischen Heinigstraße und Westendstraße sowie in der Heinigstraße selbst und in der Bahnhofstraße im Bereich Westendviertel gelten.

Ein Bürgertelefon ist unter der Nummer 0621 5708-6000 geschaltet.


 

Meldung von 10:50 Uhr

In Ludwigshafen hat der Tag der Groß-Demonstrationen begonnen. Etwa 4000 Menschen werden ab 12 Uhr auf dem Theaterplatz zu Protestaktionen unter dem Motto „LU bunt statt braun“ gegen eine Kundgebung von Hooligans und Sympathisanten der rechten Szene erwartet. Zu den Gegendemonstranten werden unter anderem Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) sprechen. Der Protest soll anschließend auf mehreren Plätzen der Stadt weitergehen. „Noch ist alles ruhig“, sagte Polizei-Sprecher Michael Baron im Gespräch mit RNF Aktuell. Um 8 Uhr begannen die Ordnungshüter damit, zahlreiche Straßen, die in die Innenstadt führen – darunter auch die Hochstraße Süd – für den Verkehr zu sperren. Auch Straßenbahnen und Busse werden umgeleitet.

Bild, Stand 10:40 Uhr: Der aus Mannheim kommende Verkehr in Richtung Ludwigshafen wird kurz nach der an der Konrad-Adenauer-Brücke abgeleitet. Hier sollen die Gegen-Demonstranten aus Mannheim den Rhein überqueren. 

In Mannheim versammelten sich gegen 10 Uhr etwa 700 Bürger, um die Gegendemonstrationen in Ludwigshafen zu unterstützen. Nach einer Kundgebung auf dem Paradeplatz begann gegen 10:50 Uhr der Zug Richtung Ludwigshafen über die Adenauer-Brücke auf den Theaterplatz. Nach Polizeiangaben seien bislang noch keine Hooligans am Hauptbahnhof Ludwigshafen eingetroffen. Der Verein „Gemeinsam-Stark Deutschland“ darf hier ab 14 Uhr eine Kundgebung abhalten. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz bestätigte gestern abend die Auffassung der Stadt Ludwigshafen, aus Sicherheitsgründen einen Marsch durch die Stadt zu verbieten. Der Verein erwartet zu der Kundgebung etwa 1000 Teilnehmer, etwa 300 davon sind laut Polizei Hooligans und Anhänger der rechten Szene. Über das Geschehen in Ludwigshafen berichten wir am Abend in einem „RNF Aktuell Extra“. Die Sendezeiten: 19.30 Uhr, 21.30 Uhr und 23.30 Uhr. (mho)