Ludwigshafen/Wien: Terrorverdächtiger Junge soll Bekennervideo gedreht haben

Der terrorverdächtige 13-Jährige aus Ludwigshafen soll vor seinem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf einen Weihnachtsmarkt der Stadt 2016 ein Bekennervideo gedreht haben. Das berichtete die Zeitung „Rheinpfalz“ mit Verweis auf amtliche Unterlagen. Sie bezieht sich in dem Bericht auf die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Wien gegen einen 18-jährigen Österreicher mit albanischen Wurzeln. Dieser soll den 13 Jahre alten Deutsch-Iraker angestiftet haben.
Der zur Tatzeit Zwölfjährige aus Ludwigshafen soll im Dezember 2016 versucht haben, eine Nagelbombe am Weihnachtsmarkt abzulegen.
Strafrechtlich kann er wegen seines Alters nicht belangt werden. Er lebt nach früheren Angaben der Stadt in einer bewachten Einrichtung
und wird dort betreut.
Gegen den Österreicher hatte die Wiener Staatsanwaltschaft Anfang Januar dieses Jahres Anklage erhoben – einem früheren Bericht der
Nachrichtenagentur APA zufolge wegen versuchter Bestimmung zum Mord und versuchter Bestimmung zur vorsätzlichen Gefährdung durch
Sprengmittel. Demnach soll sich der 18-Jährige laut Anklage zur Terrormiliz IS bekannt und regelmäßigen Kontakt zu dem Jungen aus Ludwigshafen gehabt haben. Er soll dem Jüngeren eine Anleitung zum Bombenbau geschickt haben und ihm auch den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt vorgegeben haben. Der Zwölfjährige soll zunächst eine Ludwigshafener Kirche im Visier gehabt haben.(dpa/lrs)