Ludwigshafen: Zweiter abgewiesener Interessent für Mediendirektor stellt Eilantrag

Der Rechtsstreit um die Wahl des neuen Direktors der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz weitet sich aus. Ein zweiter erfolgloser Interessent für den Direktorenposten hat einen Eilantrag gestellt. Der Anwalt Florian Schulz-Knappe aus Neustadt/Weinstraße beantragte beim Ludwigshafener Arbeitsgericht eine einstweilige Verfügung gegen die Besetzung von Direktor- und Vizedirektorposten. Er habe sich um beide Posten beworben, ihm sei aber mitgeteilt worden, dass er nicht berücksichtigt werden konnte, sagte Schulz-Knappe der Deutschen Presse-Agentur. Ein LMK-Sprecher sagte, die Findungskommission habe ihre Arbeit bereits beendet, als die Bewerbung kam. Für den 29. Dezember ist ein Gerichtstermin angesetzt. Die LMK-Versammlung hatte den ehemaligen nordrhein-westfälischen Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD) Anfang Dezember mit knapper Mehrheit zum neuen Direktor gewählt. Bisher war nur der Kölner Medienanwalt Markus Kompa als weiterer Interessent bekannt. Er war kurz vor der Wahl abgewiesen worden, weil
es zu spät für eine Kandidatur sei. Kompa stellte vor dem Verwaltungsgericht Neustadt einen Eilantrag gegen die Ernennung Eumanns. (lrs/mj)