Ludwigshafen/Mannheim: Großeinsatz wegen Wirtschaftskriminalität

650 Polizeibeamte durchsuchten heute über 100 Geschäfts- und Privaträume im Raum Ludwigshafen/Mannheim und im Großraum Köln. Es bestehe der Verdacht der Beihilfe zu Steuerhinterziehung, Veruntreuung und Betrug, teilt das Landeskriminalamt Rheinland Pfalz mit. Im Mittelpunkt standen Unternehmen aus der Baubranche, der Leih- und Zeitarbeit und Reinigungsgewerbe. Den Einsatz leiteten LKA, Zoll und Steuerfahndung. Sie hatten monatelang gemeinsam ermittelt. Spezialeinheiten nahmen die drei Hauptbeschuldigen heute fest. Sie sollen ein überregionales Firmennetzwerk aufgebaut und unterhalten haben. Damit seien schwerpunktmäßig in Mannheim und Ludwigshafen über Jahre Scheinrechnungen erstellt worden, um Steuern zu hinterziehen sowie Schwarzarbeit und anderen Betrug zu verschleiern. Es bestehe der Verdacht, dass Schäden in Millionenhöhe entstanden. Bei den Durchsuchungen sammelte die Polizei umfangreiches. Beweismaterial. Sie stellten zudem Glücksspielautomaten sicher, bei denen der Verdacht bestehe, dass sie für illegale Glücksspiele verwendet wurden. In Ludwigshafen seien auch ein Totschläger und ein Elektroschocker sichergestellt worden. (lsw/mj)