Mainz: 17-Jähriger Wormser wegen Messerattacke bei WM-Feier verurteilt

Wegen einer Messerattacke bei einer WM-Feier im vergangenen Sommer hat das Landgericht Mainz einen 17-Jährigen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Wie ein Sprecher des Gerichts am Montag mitteilte, fiel das Urteil nach dreitägiger Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Wormser sei wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden, ursprünglich angeklagt war versuchter Totschlag.
Die Tat ereignete sich im Trubel des deutschen WM-Siegs 2014. Das spätere Opfer des 17-Jährigen hielt in Worms eine Deutschlandfahne aus dem Auto, ließ diese aber versehentlich fallen. Als sie der
17-Jährige aufraffte und nicht mehr hergeben wollte, kam es zum Streit. Dabei zog der 17-Jährige ein Taschenmesser und stach viermal auf seinen Kontrahenten ein. Das Opfer konnte mit einer Notoperation gerettet werden.
Die Richter gingen von einer gefährlichen Körperverletzung aus, weil der Täter von seinem Opfer abließ, obwohl er hätte weiter zustechen können. Einen Tag später stellte sich der Jugendliche der Polizei. (dpa/lrs)