Mainz: Gedenkgottesdienst für Altkanzler Kohl in St. Peter

Rund 150 Menschen haben am Morgen in der Mainzer Kirche St. Peter mit einer Totenmesse des verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Kohl gedacht. „Das Wort Frieden schwebt über diesem Gottesdienst“, sagte Domkapitular Prälat Dietmar Giebelmann in seiner Predigt. Helmut Kohl sei nicht nur der Kanzler der Einheit gewesen, sondern habe sich für Frieden in ganz Europa eingesetzt. Die Pfalz sei zeitlebens seine Heimat gewesen, das habe man nicht zuletzt an seiner Sprache gemerkt. „Aber nur die Toren haben ihn unterschätzt“, sagte Giebelmann. An dem Gedenkgottesdienst nahmen zahlreiche Politiker teil, darunter die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und die Vorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner. Kohl habe das Bundesland als CDU-Vorsitzender und Ministerpräsident modernisiert und zu einem Vorbild gemacht, sagte Klöckner: „Sein Vermächtnis bleibt über Generationen.“ Im Anschluss wurde der Sitzungssaal der CDU-Landtagsfraktion nach Helmut Kohl benannt und gesegnet. Julia Klöckner präsentierte eine Büste Kohls und ein Bild, das Kohl in seiner Zeit als rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten zeigt. Kohl war am 16. Juni im Alter von 87 Jahren in
Ludwigshafen-Oggersheim gestorben. Er war am 1. Juli nach einem europäischen Trauerakt in Straßburg und einem Requiem im Speyrer Dom auf einem Friedhof in Speyer beerdigt worden. (dpa/asc)