Mannheim: 22 Mal auf Ex-Freundin eingestochen – Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Wegen Verdachts auf Totschlag hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Anklage gegen einen 29-Jährigen erhoben. Wie es heißt, soll der Mann im August 2019 22 Mal mit einem Messer auf den Hals seiner ehemaligen Lebensgefährtin eingestochen und sie getötet haben. Zuvor hatte der Mann seine Ex-Freundin unter dem Vorwand in die Wohnung im Stadtteil Rheinau gelockt, dass sie ihre restlichen Sachen abholen könne. Als die Polizei am nächsten Tag an der Wohnungstür des 29-Jährigen klingelte, stürzte er sich in Selbstmordabsicht vom Dachbalkon des fünfstöckigen Hauses. Er überlebte schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er zum Tatzeitpunkt unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen stand. Aufgrund der unklaren Situation in der Wohnung seien Mordmerkmale nicht ohne Zweifel gegeben. Die Eltern der Getöteten schließen sich der Klage als Nebenkläger an. (mj)