Mannheim: 300 weitere Flüchtlinge auf Benjamin Franklin Gelände

Das Land Baden-Württemberg hat heute weitere 300 Flüchtlinge in Mannheim einquartiert. Wie die Stadt am späten Nachmittag mitteilte, kommen sie im Gebäude-Ensemble der High School des Benjamin-Franklin-Village unter. Alles in allem leben hier damit aktuell 1.300 Asylbewerber. 200 davon sind so genannte kommunale Flüchtlinge, 1.100 zählen zur bedarfsorientierten Landeserstaufnahmestelle.

Die Stadt betont, dass sie das Land  – so wörtlich – „dringlich darauf hingewiesen“ habe, die Zahl der Flüchtlinge auf dem Areal auf maximal 1.000 Personen zu begrenzen. Sie erwarte, dass die zusätzlichen Flüchtlinge schnellstmöglich andernorts untergebracht werden.

Die Plätze der  bedarfsorientierten Landeserstaufnahmestelle werden im Falle von Kapazitätsengpässen genutzt. In einer BEA bleiben die Flüchtlinge nur wenige Tage, weil das Asylverfahren auch für diese Personen in Karlsruhe durchgeführt wird. Das Land Baden-Württemberg hat in diesem Jahr bislang rund 52.000 Flüchtlinge aufgenommen. Angesichts der seit Monaten ansteigenden Flüchtlingszahlen wird bis Ende dieses Jahres mit 85.000 Flüchtlingen für Baden-Württemberg gerechnet.

Unsere Diskussionsrunde „Zur Sache“ beschäftigt sich an diesem Wochenende ausführlich mit den Herausforderungen durch die steigende Zahl von Asylbewerbern in der Region. Die Sendezeiten finden Sie in unserer Programmvorschau(rk/kk/dpa)