Mannheim: 7-Tages-Inzidenz sinkt auf unter 50 – Nächtliche Ausgangsbeschränkung wird aufgehoben

Bürgerinnen und Bürger in Mannheim dürfen ab heute Nacht, 0.00 Uhr, wieder 24 Stunden am Tag vor die Tür. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung wird – wie in der Allgemeinverfügung vom 11. Februar 2021 vorgesehen – aufgehoben, nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen unter dem Schwellenwert von 50 liegt.

Möglicherweise kann auch der Rhein-Neckar-Kreis am Wochenende die nächtliche Ausgangsbeschränkung aufheben.

Am heutigen Freitag wurden dem Gesundheitsamt Mannheim 32 weitere Fälle einer Corona-Infektion gemeldet. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit auf 10.472. Außerdem wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Eine über 70 Jahre alte Frau sei gestorben, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Insgesamt hat es in Mannheim seit Beginn der Pandemie 251 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben.

Unterdessen wurden in Mannheim 37.555 Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt. Dabei handele es sich bei 22.157 Impfungen um Erstimpfungen und bei 15.398 um Zweitimpfungen. Die Zahlen beinhalten sowohl die Impfungen im Mannheimer Impfzentrum als auch die Impfungen der mobilen Impfteams.

In Mannheim wurden bisher 47 Infektionen mit Virusvarianten erfasst. Hiervon ist in 28 Fällen die Virusvariante B.1.1.7. nachgewiesen, die vorwiegend in Großbritannien aufgetreten ist und bei der es Hinweise darauf gibt, dass eine Infektion mit einer höheren Viruslast einhergeht, die Variante infektiöser ist und eine höhere Reproduktionszahl aufweist. Die Mitteilung der Stadt zitiert Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz dazu wie folgt:

„Wir sehen einen Anstieg der Infektionen mit Mutationen, der gegenläufig zur Abnahme der Infektionen insgesamt ist. Wir können auch schon beobachten, dass wir es schneller mit Ausbrüchen im Sinne von Clustern zu tun haben. Wollen wir die positive Entwicklung fortsetzen und Öffnungen ermöglichen, müssen wir den Schutz bei Begegnungen erhöhen. Der größte Schutz ist die Maske. Die klare Empfehlung lautet, sie immer aufzusetzen, wenn wir anderen Menschen begegnen. Einen wichtigen Beitrag müssen ergänzend Schnelltests leisten, insbesondere wenn Gruppen zusammenkommen oder sich Menschen über längere Zeit begegnen. Wir beginnen dies für Erzieher*innen, Lehrkräfte und das sonstige Personal an Schulen und Kindertagesstätten und wollen dies ausweiten.“

In Mannheim wurden gestern und heute 700 Beschäftigte aus Kitas und Schulen im Kongresszentrum Rosengarten in der Handhabung von Schnelltests geschult. Sie sollen ab Montag ihren Kolleg*innen in den jeweiligen Einrichtungen zur Seite stehen und diese in der richtigen Handhabung der Tests anleiten. Damit ermögliche die Stadt allen zirka 8.000 Beschäftigten in allen Mannheimer Einrichtungen – unabhängig von der Berufsgruppe oder dem Träger – eine regelmäßige Testung auf das Corona-Virus, heißt es.

Hierfür stünden 80.000 Tests bereit, die heute die Mannheimer Hilfsorganisationen mit einer groß angelegten Auslieferungsaktion an die einzelnen Einrichtungen an 260 verschiedenen Standorten in der Stadt gebracht haben. Sie seien zwischen 8 und 16 Uhr im Einsatz gewesen. (Stadt Mannheim/rk)