Mannheim: „Alles gut“ – die Diskussion ist beendet

«Alles gut!» ist immer häufiger die Antwort auf Entschuldigungen, besorgte oder interessierte Nachfragen. Die sprachliche Floskel werde vor allem zur Beschwichtigung benutzt, sagte Arnulf Deppermann von der Universität Mannheim. Und das im doppelten Sinne: Als Antwort auf eine Entschuldigung. Aber auch als Beruhigung, wenn man selbst die «Quelle des Problems» sei, um zu signalisieren, dass es keine Schwierigkeiten gebe. „Alles gut“ heißt, das Problem, das sich uns gestellt hat, ist irgendwie bereinigt», sagte Deppermann. Dies sei aber nicht wörtlich zu nehmen. «Formeln dienen immer dazu, Argumentationen und Diskussion zu unterbinden und etwas abzuschließen.» dpa/feh