Mannheim: Anklage gegen Luftgewehrschützen – „…suchte besonderen Kitzel“

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen einen 24-Jährigen Mann Anklage wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in acht Fällen erhoben. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, zwischen April und September vergangenen Jahres aus seiner damaligen Wohnung in Mannheim-Feudenheim mit einem Luftgewehr wiederholt auf zufällig anwesende Passanten geschossen zu haben.

Die Opfer – vom kleinen Kind bis zur alten Frau – erlitten Hämatome oder leicht blutende Verletzungen. Zu schwereren Schäden kam es glücklicherweise nicht. Nachdem die Fälle sich häuften und ein Zusammenhang zu erkennen war, wurden die Ermittlungen intensiviert. Ein Sondereinsatzkommando nahm den Mannheimer in seiner Wohnung vorläufig fest. Die Beamten stellten die mit Schalldämpfer und Zielfernrohr ausgestattete Waffe an einem anderen Ort sichergestellt, wo sie der durch einen Zeitungsartikel argwöhnisch gewordene Mann kurz zuvor deponiert hatte. Bei seiner Vernehmung gestand der 24-Jährige die Taten. Als Motiv gab er an, durch das Schießen auf „bewegliche Ziele“ einen besonderen Kitzel gesucht zu haben. Er habe allerdings bewusst vermieden, auf besonders empfindliche Körperregionen zu zielen.

Ein Hauptverhandlungstermin beim Amtsgericht Mannheim ist noch nicht bekannt. Neben einer Verurteilung des Beschuldigten strebt die Staats- anwaltschaft die Einziehung der Tatwaffe an. (rk/Presseinfo Staatsanwaltschaft)