Mannheim: „Aromaintensive“ Kohlehalde

Eine stinkende Halde macht Ärger: Auf der neuen Kohlehalde des Großkraftwerks Mannheim kam es im Zuge des Probebetriebs der neuen Anlage zu Geruchsemissionen, die auch außerhalb des Geländes wahrnehmbar waren. Das GKM geht davon aus, dass die Beeinträchtigungen nur vorübergehend sind. Als Ursache wurde eine bestimmte Kohlesorte identifiziert, die sich leichter als
andere Sorten selbst erwärmt und Gerüche abgibt.
Das GKM hat als Sofortmaßnahme zusätzliches Personal abgestellt, das die Halde rund um die Uhr überwacht. So werde sichergestellt, dass Stellen, die sich selbst erwärmen, sofort mit Wasser gekühlt und eine Geruchsentwicklung unterbunden werden kann. Für die Gesundheit der Anwohner bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung, so das Unternehmen. Da auf der Halde unterschiedliche Chargen Kohle gelagert sind und sich die spezielle Sorte nicht ohne weiteres aussortieren lässt, kann es noch einige Zeit dauern, bis die verursachende Kohle endgültig verbraucht ist.

Dr. Karl-Heinz Czychon, der Technische Vorstand des GKM, sagte: „Wir bitten um Verständnis und möchten uns bei
allen Betroffenen für die entstandenen Beeinträchtigungen aufrichtig entschuldigen.“ (wg)