Mannheim: Aufsichtsräte waren im Dezember 2018 über Verkauf von Turley-Arealen informiert – Protokoll-Auszüge stützen Darstellung der Stadtverwaltung

In der Diskussion um die Informationspolitik der Verwaltung der Stadt Mannheim rund um den Verkauf von Grundstücken auf der Konversionsfläche Turley hat die Projektentwicklungsgesellschaft MWS jetzt eine Zusammenfassung des Protokolls aus einer ihrer Aufsichtsratssitzungen vorgelegt. Dem Aufsichtsrat gehören Mitglieder aller im Gemeinderat vertretenen Fraktionen an.

Demnach habe die Geschäftsführung am 10. Dezember den Verkauf der Baufelder IV und V behandelt und den Aufsichtsrat darüber informiert, dass die Firma Fortoon aus Hamburg das Areal erworben habe.  Die Diskussion zu diesem Komplex habe 32 Minuten gedauert und unter anderem die Gerüchte über einen sehr hohen Kaufpreis, die Frage der Wirksamkeit einer Wertschöpfungsklausel, eine Veränderungssperre und Einschätzungen zur Gesamtentwicklung von Turley zum Gegenstand gehabt. Ein anonym in der Zeitung Mannheimer Morgen veröffentlichtes Zitat, wonach der Verkauf der Turley-Grundstücke in dem Gremium nicht besprochen worden sei, sei damit objektiv falsch.

Die MWSP räumt ein, dass die Information der Bewohner auf Turley nicht wie gewünscht funktionierte. Als Grund nennt sie interne Umstruktierungen bei den „Turley News“, wodurch die Nachbarschaftsinformation im Januar und Februar nicht erschienen seien.