Mannheim: Bewährungsstrafen für betrügerische Pflegerin und Mittäter

Das Landgericht Mannheim hat eine Pflegerin wegen Untreue in 46 Fällen und versuchten Betruges an einem gutgläubigen Senior zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Ihren Bekannten verurteilten die Richter nach Angaben eines Sprechers am Donnerstag zu sieben Monaten – ebenfalls auf Bewährung. Zudem würden mehrere Zehntausend Euro eingezogen.

Die Frau hatte den alten Mann seit 2017 gepflegt und eine Vollmacht sowie eine EC-Karte von ihm erhalten. Ohne das Einverständnis des fast 90-Jährigen hob die Beschuldigte laut Anklage über Monate 45 Mal jeweils 2000 Euro und einmal 10 000 Euro ab – in Summe 100 000 Euro.

Mit dem Bekannten habe sie im April vergangenen Jahres beschlossen, auch an das Restvermögen des Mannes zu gelangen. Sie hätten einen Schenkungsvertrag über 200 000 aufgesetzt und den für sie erkennbar geschäftsunfähigen Mann dazu gebracht, diesen zu unterschreiben. Das Bankpersonal in einer Sparkasse in Mannheim wurde aber misstrauisch und verständigte die Polizei. (Az.: 4 KLs 501 Js 14523/20)