Mannheim: Bilfinger ächzt unter Corona-Krise und kappt Dividende

Die Coronavirus-Pandemie und der Ölpreisverfall belasten den Industriedienstleister Bilfinger erheblich. Im ersten
Quartal ging der Umsatz im Jahresvergleich um neun Prozent auf 915 Millionen Euro zurück, wie der Konzern mitteilte. Nach einem positiven Jahresauftakt seien die Erlöse in einigen Geschäftsteilen im März deutlich geschrumpft. Unter dem Strich blieb ein Fehlbetrag von 24 Millionen Euro nach einem Gewinn von neun Millionen Euro im ersten Quartal 2019. Dabei rechnet der Vorstand mit den größten Belastungen durch die Krise erst im laufenden zweiten Quartal. Seinen ursprünglichen Ausblick für das laufende Jahr hatte der Vorstand bereits im Februar gestrichen. Der Konzern will die Dividende für das Jahr 2019 wegen des unsicheren Umfelds auf den Mindestbetrag von 12 Cent pro Aktie kappen. Ursprünglich hatte das Bilfinger-Management eine stabile Dividende von einem Euro je Aktie geplant. Nach Prüfung der aktuellen Situation rechnet Bilfinger für das laufende Geschäftsjahr nun mit einem Umsatzrückgang von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 4,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis soll deutlich sinken, aber noch positiv bleiben.(dpa/cal)