Mannheim: Bitcoins und falsche Ferienhäuser – Justiz ermittelt gegen Verdächtige

Sie sollen Kunden im Internet unter anderem mit versprochenen Ferienunterkünften um Hunderttausende Euro betrogen haben – nun ermittelt die Justiz in Mannheim gegen vier Beschuldigte. Demnach soll einer von ihnen Kunden um rund 346 000 Euro geprellt haben – er habe aber über die angebotenen Urlaubswohnungen gar nicht verfügt. Zudem soll er drei Komplizen seine Bankkonten für Betrug zur Verfügung gestellt haben. Diese drei Beschuldigten haben der Staatsanwaltschaft zufolge Kunden um etwa 300 000 Euro geprellt. Dazu soll das Trio mit professionell
gestalteten Internetauftritten Interessenten dazu gebracht haben, im Voraus für Waren zu bezahlen – die sie aber nie erhielten. Bei den Ermittlungen beschlagnahmten Spezialisten der Kriminalpolizei Offenburg außer Bargeld auch rund 40 Bitcoins. In der Digitalwährung legten die Beschuldigten demnach einen Teil des Geldes an. Die Bitcoins wurden in Euro umgewandelt, insgesamt seien Vermögenswerte von mehr als 400 000 Euro sichergestellt worden, hieß es.
Zwei Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen einen weiteren wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Der vierte Beschuldigte wurde Ende November 2017 in Spanien verhaftet. dpa/feh