Mannheim: Blockbuster im Kino abgefilmt und verkauft – Anklage erhoben

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen zwei Angeschuldigte wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz in 9 Fällen Anklage zum Amtsgericht Mannheim – Schöffengericht – erhoben.
Die 24- und der 26-jährige Angeschuldigte sollen im Jahre 2012 und 2013 in den Kinos Cinemaxx Mannheim und Pforzheim, Cineplex Pforzheim und im Filmpalast am ZKM Karlsruhe mit einer Videokamera Vorpremieren der Filme „The Twillight – Breaking dawn Part 2“, „Der Hobbit“, „Stirb langsam 5“, „Die fantastische Welt von Oz“ u.a. mitgeschnitten haben. Die Aufnahmen verkauften sie sodann im Internet. Der Verkaufspreis soll zwischen 300 $ und 1.600 $ betragen haben.
Bei einem Käufer der Filme handelte es sich jedoch um eine verdeckt agierende Firma zur Bekämpfung der Internetkriminalität. Die darauf von dort eingeschaltete Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) konnte durch eigene Ermittler im Mannheimer Cinemaxx Kino einen der Angeschuldigten auf frischer Tat antreffen und der Polizei übergeben. Bei einer drei Monate später durchgeführten Wohnungsdurchsuchung stellte sich heraus, dass sich die Angeschuldigten eine neue Videokamera besorgt und einen weiteren Kinofilm mitgeschnitten haben sollen. (mf)