Mannheim: Bombardier-Beschäftigte protestieren vorm Werkstor

Mit einer Kundgebung vor dem Werkstor haben mehr als 500 Beschäftigte des Zugherstellers Bombardier Transportation in Mannheim gegen den geplanten Stellenabbau des Konzerns in Deutschland protestiert.

Sie forderten zudem den Erhalt der Stromrichter-Fertigung in Mannheim, die von der Schließung bedroht ist. Der Protest war Teil eines bundesweiten Aktionstags an allen sieben Produktionsstandorten von Bombardier. Der kanadische Konzern hatte im Februar angekündigt, dass in Deutschland 1430 der knapp 10 500 Arbeitsplätze wegfallen sollen. In Mannheim arbeiten rund 1000 Menschen für Bombardier.

Nach den Plänen des Konzerns fallen in der Quadratestadt rund 40 Arbeitsplätze weg, wie Gewerkschaftssekretärin Janna Köke sagte. Weitere Stellenstreichungen schließe Bombardier nicht aus. Bereits im Juli vergangenen Jahres hatte Bombardier das Aus für den Produktionsbereich Stromtrichter angekündigt. Davon sind in Mannheim bis zu 200 Arbeitsplätze betroffen. Zwar wurde eine Vereinbarung zum Erhalt der Arbeitsplätze bis 2019 ausgehandelt. Unterschrieben hat die Unternehmensleitung das Papier aber nicht. Wie es weitergehe, sei offen, sagte Köke. (lsw)