Mannheim: Bomben-Blindgänger gefunden?

Bei Bauarbeiten im Bereich der Mannheimer Bismarckstraße wurden Hinweise auf drei mögliche Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Wie die Stadt Mannheim mitteilt, werden ab Montag, 15. August, die einzelnen Verdachtspunkte in Höhe der Quadrate A 4 und A 5 von Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes untersucht. Das wird voraussichtlich zwei Wochen dauern. Falls dabei ein Blindgänger gefunden werde, müsse dieser vor Ort entschärft werden.

Der Verwaltungsstab der Stadt Mannheim hat unter der Leitung des Ersten Bürgermeisters und Sicherheitsdezernenten Christian Specht das Vorgehen zur Untersuchung der Verdachtspunkte und der eventuell notwendigen Entschärfung in Absprache mit den betroffenen Unternehmen und Einrichtungen, der Polizei und den Rettungskräften sowie der Verkehrsbehörde der Stadt Ludwigshafen geplant. Demnach würde eine geplante Entschärfung am Sonntagvormittag, dem 21. August, oder am Sonntagvormittag, dem 28. August, durchgeführt. So sollen die unvermeidlichen Beeinträchtigungen von Bevölkerung, Wirtschaft und Verkehr möglichst gering gehalten werden. Falls kurzfristig andere Maßnahmen notwendig werden sollten, wird seitens der Stadt informiert.

Bei einer notwendigen Entschärfung müsste in einem Radius von etwa 500 Metern rund um die Fundstelle evakuiert werden. Davon wären rund 6000 Anwohner betroffen. Bürgerinnen und Bürger, die innerhalb der Sicherheitszone wohnen, finden kommende Woche eine Bürgerinformation in ihren Briefkästen, in der alle wichtigen Informationen sowie eine Info-Hotline zusammengestellt sind. Zusätzlich wird die Polizei die Menschen in der Evakuierungszone am Tag einer eventuell notwendigen Entschärfung mit Lautsprecherdurchsagen und persönlich auffordern, den Sicherheitsbereich zu verlassen. Für die Zeit der Evakuierung stehen Aufenthaltsmöglichkeiten in der Turnhalle der Johannes-Kepler-Schule im Quadrat K 6 zur Verfügung. Wer während der Evakuierung seine Wohnung bzw. sein Büro verlässt, soll die Räumlichkeiten abschließen, die Rollläden herunterlassen und die Fenster möglichst kippen.
Sollte ein Blindgänger gefunden werden, müssen der angrenzende Bahnverkehr sowie der Schiffsverkehr auf dem Rhein ruhen, die Konrad-Adenauer-Brücke würde vorübergehend gesperrt.

Personen, die bettlägerig sind oder aus Alters- oder sonstigen Gründen nicht in der Lage sind, das Evakuierungsgebiet zu Fuß oder mit dem Fahrzeug zu verlassen, können sich ab sofort an die 0621 – 293 6370 wenden, die montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr durchgängig erreichbar ist. Hier werden auch allgemeine Auskünfte zur Evakuierung und zur Entschärfung erteilt. Zusätzlich haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich auf der Homepage der Stadt Mannheim unter www.mannheim.de zu informieren. Fragen zu eventuellen Fahrplanänderungen des öffentlichen Nahverkehrs beantwortet die rnv unter 0621 – 465 4444. (wg)