Mannheim: CDU steht zu Nikolas Löbel – 34-Jähriger erneut Bundestags-Kandidat – Klarer Vorsprung in Kampfabstimmung

Die Mannheimer CDU stärkt ihrem in die Kritik geratenen Parteivorsitzenden und Bundestagsmitglied Nikolas Löbel den Rücken. Bei der Kandidatenkür zur nächsten Bundestagswahl im September 2021 setzte sich Löbel mit 168:27 Stimmen gegen seine Widersacherin Dr. Maike-Tjarda Müller durch. Mit 86,15 Prozent der Stimmen erzielte Löbel ein besseres Ergebnis als bei seiner letzten Nominierung.

Der 34-Jährige war zuletzt unter anderem in Miet- und Immobilienangelegenheiten in die Schlagzeilen geraten.  Er rechtfertigte sich vor den Delegierten. Er habe juristisch zwar keine Fehler gemacht, hätte aber einiges genauer durchdenken müssen. CDU-Granden wie Ex-Bürgermeister Dr. Wolfgang Pföhler, Erster Bürgermeister Christian Specht und der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Claudius Kranz stärkten dem Bundestagsabgeordneten den Rücken. Seine Leistungen in Berlin sprächen für sich, hieß es, er kämpfe für Mannheim und habe beachtliche Erfolge erzielt. Löbel habe Jugendsünden begangen, aber keine Todsünden, so ein Redner.

Die Gegenkandidatin Dr. Maike-Tjarda Müller malte dagegen schwarz, falls das Votum für Löbel ausfallen würde. Es werde keine Ruhe in der Mannheimer CDU einkehren, die Diskussionen würden wochenlang weitergehen und der Partei schaden, die CDU brauche einen Neuanfang, stellte die 50-jährige Juristin fest. Überzeugen konnte sie und ihre Anhänger die Versammlung freilich nicht. Das Votum für Nikolas Löbel war nach dreistündiger Redeschlacht eindeutig. (mho/nl)