Mannheim: Ein Hauptangeklagter im Hess-Prozess weist Vorwürfe zurück

Einer der beiden Ex-Vorstände der früheren Hess AG hat vor dem Landgericht Mannheim den Vorwurf der
Bilanzmanipulation zurückgewiesen. Die Anklage wirft ihm, dem anderen ehemaligen Vorstand und einer weiteren Führungskraft vor, vor einem Börsengang mit Scheinrechnungen Umsatz und Ertrag des Lichttechnik-Herstellers künstlich erhöht zu haben. Strittig ist vor allem die Handhabung der Entwicklungskosten. Die Entwicklungskosten seien als Vermögenswert in der Bilanz des Lichtspezialisten in Villingen-Schwenningen ausgewiesen gewesen. Von Scheinrechnungen könne keine Rede sein. Den beiden Hauptangeklagten wirft die Staatsanwaltschaft gemeinschaftliche Verletzung der Buchführungspflichten, Marktmanipulation, schwere Untreue, Kreditbetrug und unrichtige Darstellung nach dem Handelsgesetzbuch vor. Der dritte Angeklagte
soll die beiden unterstützt haben. Die Große Wirtschaftskammer hat zahlreiche Verhandlungstage bis Ende März angesetzt. (dpa/cj)