Mannheim: Evangelische Kirche plant Übertragungen aus leeren Kirchen

Die Evangelische Kirche in Mannheim teilt mit, dass bis einschließlich 15. Mai 2020 keine Gottesdienste und Veranstaltungen werden. Mit dieser Regelung, die über die Schließung der Schulen und Kitas bis 19. April hinausgeht, haben die Gemeinden mehr Planungssicherheit, so Dekan Ralph Hartmann. Kirchenleitung und Gemeinden suchen nun andere Wege. Dazu gehören beispielsweise Übertragungen von Gottesdiensten aus leeren Kirchen oder neue Formen von Andachten, Hausgebeten und der Seelsorge. Die Gemeinden richten vor Ort Netzwerke der nachbarschaftlichen Fürsorge ein. Von der Absage sind auch alle Veranstaltungen und Proben der Kirchenmusik und der Kinder- und Jugendarbeit sowie Veranstaltungen des Ökumenischen Bildungszentrums sanctclara betroffen. In diesem Zeitraum sollen auch Sitzungen in Gemeinden nicht physisch stattfinden, sondern als beispielswiese Telefon- oder skype-Konferenzen. „Wir gehen davon aus, dass die Kirchen weiterhin zum persönlichen Gebet geöffnet sein können, ohne dass wir dort zu Zusammenkünften einladen“; so Hartmann. Als zentrale Kirchen sind die CityKirche Konkordien von Montag bis Samstag von 11 bis 15 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet und die Christuskirche in der Oststadt täglich von 9 bis 18 Uhr. Zum persönlichen Gebet auch zu Hause laden die Kirchen mit Glockengeläut ein. Konfirmationen, die für die Monate März, April und Mai geplant waren, werden verschoben. Als Zeitpunkt wird die Phase nach den Sommerferien empfohlen. Die Gemeinden informieren ihre Konfirmanden-Gruppen direkt. Taufen und Trauungen sollen derzeit nicht stattfinden. In besonderen Situationen werden in Absprache mit den Betroffenen Lösungen gesucht. Bei Bestattungen ist den Regelungen der Kommune zu folgen. Termine werden vergeben und die Abschiedsfeiern im engsten Kreis empfohlen. Ziel ist, auf jeden Fall „sicherzustellen, dass christliche Bestattungen stattfinden können“; so Hartmann. (asc)