Mannheim/Bonn: Fechter-Präsident Lothar Blase wirft hin

Ohne seinen Präsidenten aus Mannheim geht der Deutsche Fechter-Bund ins Olympia-Jahr. Der erst im Dezember 2014 in das höchste DFeB-Amt gewählte Lothar Blase ist nach Verbandsangaben bereits am Samstagabend „aus persönlichen Gründen“ mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Der 67-Jährige begründete den Entschluss damit, dass er die mit seinem Amtsantritt angedachten „eigenen strukturellen Ideen und seine Zielvorstellungen nicht verwirklichen konnte“, wie es in einer Verbandsmitteilung hieß. Schon im November hatte der für die sportlichen Belange zuständige Vizepräsident Luitwin Ress aus Heidenheim mangels Unterstützung durch die Landesverbände sein Amt aufgegeben.

Im Zuge der Ress-Demission hatte Blase zu erkennen gegeben, dass auch
er an einen solchen Schritt denke. Er müsse das aber „jetzt durchziehen“ und könne „zum jetzigen Zeitpunkt nicht zurücktreten“, meinte Blase noch Mitte November. Bis zu einer Neuwahl wird satzungsgemäß der amtierende Vizepräsident Sport/Internationales, Dieter Lammer aus Tauberbischofsheim, die Amtsgeschäfte weiterführen. Der DFeB-Hauptausschuss tagt am 30. Januar. Danach wird wohl darüber entschieden, ob noch in diesem Frühjahr bei einem außerordentlichen Verbandstag Neuwahlen stattfinden. (dpa/wg)