Mannheim: Fünf Verdächtige wegen Tricksereien mit Auto-Kennzeichen angeklagt

Wegen Betrügereien mit Auto-Kennzeichen hat die Staatsanwaltschaft Mannheim fünf Verdächtige wegen Urkundenfälschung und Datenmissbrauch angeklagt. Die Beschuldigten, Mitarbeiter von Autozulassungsdiensten in Berlin und Brandenburg, sollen beim Straßenverkehrsamt Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) mithilfe gefälschter Anträge in fast 900 Fällen Kurzzeitkennzeichen beantragt haben. Diese Kennzeichen verkauften sie danach für bis zu 130 Euro pro Stück auf Automärkten in Berlin und strichen das Geld ein, wie die Anklagebehörde am Montag mitteilte. Für die falschen Anträge verwendeten sie die Personalien ahnungsloser Kunden. Wegen ähnlicher Delikte seit dem Jahr 2014 hat die Staatsanwaltschaft Mannheim bereits fünf Anklagen erhoben; in zwei Fällen wurden Bewährungsstrafen verhängt. Ermittlungen gegen weitere Zulassungsdienste aus dem Bundesgebiet dauerten an, hieß es. Kurzzeitkennzeichen dürfen nur ausnahmsweise genutzt werden, wenn ein Auto noch nicht zugelassen ist – etwa bei Probefahrten. (dpa/lsw)